Am Arm einer Person klebt das Pflaster nach einer Corona-Imfung. (Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer)

Wenige Impfnebenwirkungen bei Coronaimpfung

Steffani Balle / Onlinefassung: Anne Staut   31.01.2022 | 11:20 Uhr

Im Saarland sind bis heute mehr als 2,1 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Dabei kam es auch im Saarland zu sogenannten "unerwünschten Nebenwirkungen". Dokumentiert sind etwa zwei Fälle von Sinusvenenthrombosen. Todesfälle aufgrund einer Covid-Impfung gab es keine.

Im Saarland sind bei über 2,1 Millionen Impfungen nach Schätzungen etwa 3500 unerwünschte Reaktionen aufgetreten. Die exakte Zahl ist nicht bekannt. Erfahrungswerte von Hausärzteverband, Impfzentrums-Leitung und führendem Mikrobiologen im Krisenstab des Landes zeigen jedoch, dass die Zahlen ähnlich wie im Rest von Deutschland liegen.

Zwei Fälle von Sinusvenenthrombose

Nebenwirkungen der Coronaimpfung
Audio [SR 3, Steffani Balle, 31.01.2022, Länge: 03:05 Min.]
Nebenwirkungen der Coronaimpfung

Diese sind im Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts erfasst und veröffentlicht. Bundesweit treten demnach in 0,16 Prozent aller Impfungen unerwünschte Nebenwirkungen auf, bei 0,02 Prozent aller Impfungen verlaufen diese schwer.

Gesichert und wissenschaftlich dokumentiert sind im Saarland zwei Fälle von Sinusvenenthrombosen bei jungen Frauen. Diese traten nach einer Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca auf.

Keine Todesfälle durch Impfung

Nach der Impfung mit einem der mRNA-Wirkstoffe von Biontech oder Moderna traten in Einzelfällen Herzmuskelentzündungen bei jungen Männern auf, die nach Auskunft durch den Vorsitzenden des Fachärzteverbandes im Saarland, Dr. Dirk Jesinghaus, alle ambulant innerhalb von zehn Tagen behandelt werden konnten.

Mit anaphylaktischem Schock wurden im Saarland weniger als zehn Geimpfte in Kliniken behandelt. Gestorben an einer der Covid-Impfungen ist nach Auskunft durch den leitenden Mikrobiologen im Krisenstab der Landesregierung, Sören Becker, kein einziger Saarländer.

Bislang 17 Anträge wegen mutmaßlicher Impfschäden

Im Saarland sind seit Beginn der Coronaimpfungen 17 Anträge auf Anerkennung eines Impfschadens eingegangen. Eine Entscheidung gab es bislang nicht.

Informationen rund um die Coronaimpfung

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 31.01.2022 berichtet.

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