Streuobstwiese mit Apfelbäumen (Foto: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa)

Zahl der Streuobstwiesen mehr als halbiert

  30.11.2019 | 11:02 Uhr

Im Saarland ist die Zahl der Streuobstwiesen in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Laut Umweltministerium gibt es nach Schätzungen etwa 460.000 Bäume. 1965 seien es noch deutlich mehr als doppelt so viele gewesen.

Mitte der 1960er Jahre gab es nach Angaben des Umweltministeriums noch mehr als 1,2 Millionen Bäume auf Streuobstwiesen im Saarland. 2003 hatte sich der Bestand schon nahezu halbiert. Inzwischen sind es nach Schätzungen nur noch 460.000.

Am verbreitetsten seien mit geschätzt 60 Prozent die Apfelbäume. Der Anteil von Birnen liege bei 20 Prozent. Außerdem gebe es viele Kirsch-, Zwetschgen- und Mirabellenbäume.

855.000 Euro Fördermittel

Das Saarland versucht, dem Schwund der Streuobstwiesen mit Förderprogrammen entgegenzuwirken. Für die Pflege der Wiesen sind laut Umweltministerium seit 2015 Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 855.000 Euro geflossen. Derzeit sind in dem Förderprogramm 30.359 Bäume erfasst. Pro Jahr werden außerdem zwischen 800 und 2000 Bäume auf Streuobstwiesen gepflanzt.

Die Hälfte des Geldes aus dem Programm „Bewirtschaftung extensiver Obstbaumbestände“ stammt aus EU-Mitteln. 30 Prozent der Fördersumme kommt vom Bund und 20 Prozent aus Landesmitteln.

Pflege ist ein Beitrag zum Klimaschutz

In Streuobstflächen leben Vögel, Insekten, Reptilien und kleine Säugetiere. Studien gehen nach Angaben des Umweltministeriums davon aus, dass bis zu 5000 Arten auf Streuobstwiesen leben. Sie seien ein wichtiger Faktor für den Boden-, Wasser- und Klimaschutz.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 30.11.2019 berichtet.

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