Auf einem Tisch liegt ein Formular für den Austritt aus der Kirche darauf liegt ein Kugelschreiber und eine Kette mit einem goldenen Kreuz. (Foto: Imago/Fotostand/K. Schmitt)

Rund 7600 Saarländer aus der Katholischen Kirche ausgetreten

mit Informationen von Patrick Wiermer   27.06.2022 | 16:20 Uhr

Die Zahl der Austritte aus der Katholischen Kirche ist auch im Saarland stark angestiegen. Im vergangenen Jahr haben rund 7600 Menschen der Kirche den Rücken gekehrt. Das zeigt die neu erschienene Kirchenstatistik der Deutschen Bischofskonferenz.

Im Jahr 2021 sind im Saarland rund 7600 Menschen aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten. Das geht aus der Kirchenstatistik der Deutschen Bischofskonferenz hervor.

Gegenüber dem ersten Coronajahr 2020 ist das noch einmal ein deutlicher Anstieg. Damals waren es rund 5000 Austritte gewesen. Im Vorcoronajahr 2019 waren es rund 6300.

Die Zahl der Katholiken im Saarland fiel demnach innerhalb von zwei Jahren von 550.000 auf rund 523.000. Nur 21 Menschen traten 2021 in die Kirche ein.

360.000 Austritte bundesweit

Insgesamt traten 2021 bundesweit rund 360.000 Katholiken aus der Kirche aus.

Im Bistum Trier haben vergangenes Jahr 18.599 Gläubige der Kirche den Rücken gekehrt. Ende des Jahres 2021 lebten noch 1.254.307 Katholikinnen und Katholiken auf dem Gebiet des Bistums Trier. Das sind 51,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Prominenter Austritt im Bistum Speyer

Im Bistum Speyer sind im vergangenen Jahr 7579 Katholiken ausgetreten. Das Bistum umfasst den Süden von Rheinland-Pfalz sowie den östlichsten Kreis im Saarland, den Saarpfalz-Kreis.

Dort hat Mitte Mai der Austritt des früheren Generalvikars Andreas Sturm für Aufsehen gesorgt. Vor seiner Berufung zum Generalvikar war Sturm Pfarrer und Dekan im Saarpfalz-Kreis gewesen.

ber dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.06.2022 berichtet.


27.06.2022, 16:18 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Fassung des Artikels hieß es im Bistum Trier hätten im vergangenen Jahr 31.900 Gläubige der Kirche den Rücken gekehrt. Tatsächlich waren es aber 18.599 Gläubige. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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