Schüler sitzen in einer Klasse (Foto: picture alliance/dpa | Philipp von Ditfurth)

Weihnachtsferien im Saarland sollen nicht früher starten

Mit Informationen von Christine Alt   01.12.2021 | 11:58 Uhr

Im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern sollen die Weihnachtsferien im Saarland nicht früher beginnen. Das teilte Saar-Bildungsministerin Streichert-Clivot mit. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie die Landesschülervertretung sprechen sich weiterhin für die verlängerten Schulferien aus. So sollen sich Schüler unter anderem vor einer Corona-Infektion kurz vor Weihnachten schützen können.

Im Saarland soll es keine früheren Weihnachtsferien geben. Obwohl Brandenburg und Sachsen-Anhalt die Ferien drei Tage früher starten lassen, nämlich schon ab 20.12., schließt Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) das für die saarländischen Schulen aus. Sie erklärte auf SR-Anfrage, dass für die Schülerinnen und Schüler jeder Tag notwendig sei, um die Coronalücken zu schließen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat dagegen gefordert, die Weihnachtsferien auch im Saarland vorzuverlegen, um den Familien private Schutzquarantänen zu ermöglichen. Denn im Saarland starten die Weihnachtsferien dieses Jahr erst am 23. Dezember.

Keine vorgezogenen Weihnachtsferien im Saarland
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 01.12.2021, Länge: 02:47 Min.]
Keine vorgezogenen Weihnachtsferien im Saarland

Landesschülervertretung fordert mehr Impfbereitschaft

Auch die Landesschülervertretung befürwortet inzwischen einen früheren Ferienbeginn, allerdings zähneknirschend, sagt Landesschülersprecher Lennart-Elias Seimetz. Denn diese Diskussion sei nur deshalb nötig, weil sich auch beim Schulpersonal noch zu viele weigerten, sich impfen zu lassen. Das Impfen müsse da vorangetrieben werden.

Wenn aber durch drei Tage frühere Weihnachtsferien längere Schulschließungen verhindert werden könnten, dann sei das zu verschmerzen. Auch wenn eigentlich viele Schülerinnen und Schüler jetzt in Prüfungsvorbereitungen steckten und jeden Unterrichtstag bräuchten.

Schulschließungen als eines der letzten Mittel

Generell hat das Bundesverfassungsgericht zuletzt das Recht der Kinder auf schulische Bildung ausdrücklich betont. Schulschließungen seien zwar eine legitime Maßnahme - aber nur in "äußerster Gefahrenlage". Zuvor müssen andere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in Erwägung gezogen werden.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 01.12.2021.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja