Illegal entsorgter Müll (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Kosten für illegalen Müll verdoppelt

  30.03.2019 | 09:30 Uhr

Die Kosten zur Entsorgung illegaler Müllberge im saarländischen Wald haben sich innerhalb von vier Jahren fast verdoppelt. Darauf hat das saarländische Umweltministerium anlässlich der Müllsammelaktion Picobello hingewiesen.

Bauschutt, Altreifen und Plastikmüll - immer wieder stoßen die Mitarbeiter des Saarforstes auf regelrechte Müllberge in den saarländischen Wäldern. 285.000 Euro musste der Saarforst im vergangenen Jahr für die Entsorgung aufbringen. 2014 waren es noch 157.000 Euro.

Glasflaschen verrotten gar nicht

Für den saarländischen Umweltminister Reinhold Jost ein großes Ärgernis: "Müll gehört nicht in den Wald, sondern auf einen der zahlreichen Wertstoffhöfe, Grünschnittdeponien oder in Verbrennungsanlagen", so der SPD-Politiker. "Jede Plastikflasche und jeder Autoreifen im Wald ist einer zu viel."

Jost verweist darauf, dass Plastik mehrere Hundert Jahre zum Verrotten benötige, Autoreifen rund zweitausend Jahre und Glasflaschen gar nicht verrotten. Sie bleiben bis zu 50.000 Jahre erhalten. Selbst eine Zigarettenkippe sei erst nach zehn Jahren verschwunden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 30.03.2019 berichtet.

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