Auwaldzecke (Foto: picture-alliance/ dpa | Patrick Pleul)

Auwaldzecke bereitet Hundehaltern Sorgen

  05.04.2021 | 09:39 Uhr

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz breitet sich die Auwaldzecke immer mehr aus. Das bereitet vor allem Hundehaltern Sorgen. Denn die Zeckenart kann die sogenannte Babesiose übertragen, die auch als Hundemalaria bekannt ist.

Allein an der Tierklinik Arz in Saarbrücken wurden in den vergangenen Wochen bereits über 20 mit der Babesiose infizierte Hunde behandelt, schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Die Erreger der Infektionskrankheit sind Blutparasiten, die die roten Blutkörperchen zerstören.

Wird die Krankheit nicht schnell behandelt, verläuft sie in der Regel tödlich. "Eine akute Babesiose ist bei Hunden eine sehr ernsthafte Erkrankung", sagt Elke Reinking vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Auf den Menschen übertragbar sei sie aber nicht.

Nähe zu Frankreich ein Grund

"In diesem Jahr ist es besonders gravierend", so Dieter Barutzki, Fachtierarzt für Parasitologie und Leiter des Tierärztlichen Labors Freiburg, das bundesweit Blutproben untersucht. Der Facharzt macht vor allem den Klimawandel, das Einreisen kranker Hunde aus dem Ausland und die Nähe zu Frankreich für die verstärkte Ausbreitung der Auwaldzecke im Saarland und in Rheinland-Pfalz verantwortlich.

Die Auwaldzecke erkennen können Hundehalter an ihrer auffälligen beige-braunen Marmorierung. Außerdem ist sie größer als die bekannteste Zecke, der gemeine Holzbock.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 05.04.2021 berichtet.

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