Polizei (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

2018 rund 900 unerlaubte Einreisen ins Saarland

Mit Informationen von dpa   23.05.2019 | 15:20 Uhr

Die Bundespolizei hat im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen im Jahr 2018 insgesamt rund 3400 illegale Einreisen und Aufenthalte festgestellt, davon rund 900 im Saarland. „Das ist eine horrend hohe Zahl“, sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion Koblenz, Joachim Moritz, am Donnerstag anlässlich einer großangelegten Hubschraubersprungfahndung an der Goldenen Bremm in Saarbrücken.

Im Kampf gegen illegale Einreisen und gegen Schleuserkriminalität waren am Donnerstag rund 200 Bundespolizisten im Saarland sowie im Raum Trier und Kaiserslautern im Einsatz. Dabei setzten sie auch zwei Hubschrauber ein, um Beamte zu kurzfristigen Kontrollen flexibel zu verlegen.

Video [aktueller bericht, 23.05.2019, Länge: 2:46 Min.]
Bundespolizei setzt auf Hubschraubersprungfahndung

„Fest eingerichtete Kontrollstellen sprechen sich bei unserem polizeilichen Gegenüber sehr schnell rum“, sagte Moritz. „Deshalb gehen wir an acht bis zehn Punkten mit Einsatzkräften unerwartet mit dem Hubschrauber runter.“

Vier feste Kontrollstellen

Unterstützung aus der Luft
Audio [SR 3, (c) SR Patrick Wiermer, 24.05.2019, Länge: 03:00 Min.]
Unterstützung aus der Luft

Neben der „Hubschraubersprungfahndung“ waren vier feste Kontrollstellen eingerichtet: zwei im Saarland, eine bei Trier und eine bei Kaiserslautern. Eingebunden waren auch die dortigen Inspektionen sowie der Zoll.

Die mobilen Kräfte, die Moritz auch als „flexiblen Joker“ bezeichnete, sollten in den nächsten Jahren von derzeit drei „Zügen“ mit jeweils rund 30 Beamten auf sechs Züge verstärkt werden. Dann werde es in Bexbach zwei Einheiten, in Koblenz eine und im Rhein-Main-Gebiet drei mit Standort Rüsselsheim geben. Insgesamt zählt die Bundespolizei in den drei Bundesländern rund 2000 Beamte.

Über dieses Thema berichtet auch die SR 3 Rundschau am 23.05.2019 um 18.00 Uhr.

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