Martin Welker  (Foto: Imago Images/Jan Hübner)

GIU will Ex-Rechtsdezernent Wohlfahrt beauftragen

Thomas Gerber   08.04.2021 | 08:54 Uhr

Im Streit um die Millionenforderung ihres Geschäftsführers Martin Welker hat die Saarbrücker Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung (GIU) einen externen Beauftragten eingeschaltet. Nach SR-Informationen handelt es sich um Ex-Rechtsdezernent Jürgen Wohlfahrt.

Demnach hat der GIU-Aufsichtsrat beschlossen, Wohlfahrt hinzuziehen. Er soll offenbar auf Honorarbasis die GIU gegenüber Welkers Rechtsanwaltsgesellschaft vertreten. Sie fordert von der GIU rund 2,4 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um Honorare, die Welker aus der Vergangenheit wegen seiner jahrelangen Beratertätigkeit zustehen sollen.

Nachdem sich der GIU-Aufsichtsrat Ende vergangenen Jahres geweigert hatte zu bezahlen, hatte Welker Anfang des Jahres einen Mahnbescheid beim zuständigen Amtsgericht in Mayen erwirkt. Dagegen wiederum hat die GIU Widerspruch eingelegt.

GIU will Interessenskollision vermeiden

Diese Auseinandersetzung hatte bisher Welkers Co-Geschäftsführer Michael Sponholz geführt. Sponholz ist allerdings Anfang des Monats bei der GIU ausgeschieden.

Welker als derzeit alleiniger Geschäftsführer hätte also möglicherweise die GIU gegenüber seiner eigenen Rechtsanwaltsgesellschaft vertreten müssen. Diese Interessenkollision soll nun durch die Beauftragung von Wohlfahrt vermieden werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 08.04.2021 berichtet.

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