Ein junger Mann raucht in einer Bar eine Wasserpfeife.  (Foto: dpa/Paul Zinken)

Gravierende Mängel in Homburger Shisha-Bars

Niklas Resch   25.01.2020 | 09:17 Uhr

Bei einer Kontrolle von Shisha-Bars in Homburg haben am Freitagabend alle fünf Betriebe gegen Vorschriften verstoßen. Sie müssen nun jeweils mit 2000 Euro Strafe rechnen. Hintergrund ist eine Verfügung der Stadt Homburg, die Verstöße streng ahndet.

Homburger Shisha-Bars mit zahlreichen Verstößen aufgefallen
Audio [SR 3, (c) SR, 25.01.2020, Länge: 00:56 Min.]
Homburger Shisha-Bars mit zahlreichen Verstößen aufgefallen

Unversteuerter Tabak, unzureichend laufende Lüftungsanlagen und Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz - die Liste der Mängel in den Shisha-Bars ist lang. Besonders gravierend: In zwei Homburger Betrieben waren keine Kohlenmonoxid-Melder installiert. Um Gäste und Mitarbeiter der Bars zu schützen, dürfen dort bis auf Weiteres keine Shisha-Pfeifen mehr konsumiert werden.

Außerdem wurden bei der Kontroll-Aktion insgesamt gut 30 Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt. In einem Fall besteht zudem der Verdacht, dass einem Beschäftigten nicht der Mindestlohn gezahlt wurde.

Wegen der Verstöße wurden mehrere Verfahren eingeleitet, die für die Betreiber der Shisha-Bars zu weiteren Geldstrafen führen können. An den Kontrollen waren neben Gewerbe- und Ordnungsamt der Stadt Homburg auch die Feuerwehr und der Zoll beteiligt.

Kein Einzelfall

Wie das Hauptzollamt Saarbrücken dem SR mitteilte, sind die Verstöße in den Homburger Shisha-Bars kein Einzelfall. Zwischen August und Dezember 2019 habe die Finanzkontrolle Schwarzarbeit acht Verstöße in saarländischen Shisha-Bars festgestellt. Demnach ging es unter anderem darum, dass Mitarbeiter nicht zur Sozialversicherung angemeldet waren oder ihnen der Mindestlohn nicht bezahlt wurde.

Im gleichen Zeitraum wurden bei Zollkontrollen im Saarland und im südlichen Rheinland-Pfalz in Shisha-Bars und Verkaufsstellen über 350 Kilogramm unversteuerter Tabak sichergestellt.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 25.01.2020 berichtet.

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