Mahnmal in Homburg (Foto: Patrick Wiermer/SR)

Holocaust-Gedenkstätte wird eingeweiht

Patrick Wiermer   12.11.2019 | 21:22 Uhr

In Homburg ist am Dienstagnachmittag das "Mahnmal gegen das Vergessen" offiziell eingeweiht worden. Die sieben Granitstelen sollen an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus in Homburg erinnern.

Video [aktueller bericht, 12.11.2019, ab Minute 15:28 Min.]
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Homburg enthüllt sein "Mahnmal gegen das Vergessen"
Audio [SR 2, 12.11.2019, Länge: 02:28 Min.]
Homburg enthüllt sein "Mahnmal gegen das Vergessen"

Sieben Granitstelen, die an die Menora, den siebenarmigen, jüdischen Leuchter angelehnt sind, erinnern an die Terrorherrschaft der Nazis in Homburg. An deren Ende war das jüdische Leben in Homburg komplett ausgelöscht.

Lange hatte sich Itzhak Hirsch um die Errichtung des Mahnmals in Homburg bemüht. Seine Großeltern waren während der Naziherrschaft ermordet worden. Doch vor allem um die Notwendigkeit und den Standort, direkt im Zentrum der Stadt, gegenüber der nur noch als Ruine erhaltenen Synagoge in Homburg, hatte es Diskussionen gegeben.

Einweihung am Nachmittag

Mahnmal in Homburg wird eingeweiht
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 12.11.2019, Länge: 03:11 Min.]
Mahnmal in Homburg wird eingeweiht

Nach der Einweihung wurde in der Stadtkirche der Vorkommnisse der Reichspogrommnacht im Saarland gedacht. Laut Stadtverwaltung sollte diese Veranstaltung „weiter in der Haltung bestärken, menschenverachtendem Gedankengut und Handeln keinen Raum lassen zu wollen“. Zum Abschluss gab es einen Schweigemarsch zu den Ruinen der Synagoge.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 12.11.2019 berichtet.

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