Autobahnschild (Foto: dpa/Jens Büttner)

Homburg bleibt bei Route für A6-Anschluss

Steffanie Balle   25.10.2019 | 06:40 Uhr

Der Homburger Stadtrat bleibt bei seinem umstrittenen Beschluss zum neuen Autobahnanschluss für die A6. Demnach soll die Route für den Anschluss Homburg-Ost in weiten Teilen durch den Jägersburger Wald führen.

Für diese Variante hatte sich der Rat schon im Dezember entschieden. Er sprach sich am Donnerstagabend erneut mit knapper Mehrheit für diese Strecke aus.

Homburg bleibt bei Route für A6-Anschluss
Audio [SR 3, Steffani Balle, 25.10.2019, Länge: 02:56 Min.]
Homburg bleibt bei Route für A6-Anschluss

Zuvor hatte der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) in der Sitzung das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung vorgestellt. Darin wird die vom Stadtrat beschlossene Variante als in weiten Teilen umweltschädlich für Flora und Fauna beurteilt. Lediglich beim Lärmschutz schneide diese Variante besser ab als die kleinere Lösung mit direkten Anschlüssen von Erbach aus. Der LfS sprach sich deshalb für die alternative Variante aus. Sie führt näher an besiedelten Flächen von Erbach und Reiskirchen vorbei.

Strittiger Punkt: Lärmschutz

Doch auch die Zusicherung des stellvertretenden Leiters des Landesbetriebs für Straßenbau, dass es bei einem Neubau einer Anschlussstelle von Gesetzes wegen umfassenden Lärmschutz geben muss, konnte den Stadtrat nicht überzeugen: Er stimmte mehrheitlich gegen den Antrag der Grünen, den alten Beschluss vom Dezember aufzuheben - und damit für die umstrittene Variante durch den Jägersburger Wald.

Der LfS wird aber weiterhin die Planung der direkten Anschlussvariante vorantreiben und diese im Bundesamt in Bonn vorlegen. Sollte dies zustimmen, steht der Stadtrat Homburg vor einem Dilemma: Entweder einknicken und die LfS-Variante doch unterstützen oder auf der Variante durch den Jägersburger Wald beharren und damit riskieren, dass der Bund das Baurecht an sich zieht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.10.2019 berichtet.

Die vom Stadtrat geplante Variante:

Die bislang geplante Variante 2 (Foto: Flyer Bürgerinitiative Eichwald)

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