Borkenkäferbefall in Fichtenrinde (Foto: imago /HRSchulz)

Große Waldschäden in Marpingen

  16.11.2018 | 06:41 Uhr

In der Gemeinde Marpingen hat der Wald wegen des heißen Sommers und dem dadurch begünstigten starken Borkenkäferbefall stark gelitten. Wie bei einer Sitzung des Gemeinderats bekannt wurde, ist vor allem ein großer Fichtenbestand von der Ausbreitung des Borkenkäfers betroffen. Das hat auch Auswirkungen auf den Holzpreis.

Bei heißem Wetter sind Fichten besonders anfällig für den Borkenkäfer. Der letzte Sommer hat den Bäumen in Marpingen stark zugesetzt. Wie der zuständige Revierförster Ingo Piechotta dem SR sagte, müssen die Fichten in Marpingen nun schnellstens gefällt werden. Das hat zwei Gründe: Zum einen soll der Preis des Holzes gesichert werden, zum anderen soll die weitere Ausbreitung des Borkenkäfers verhindert werden.

Der Holzpreis liegt nach Angaben des Försters bislang ein Drittel unter dem üblichen Normalpreis von 90 Euro pro Festmeter - in der Summe bedeutet das ein Verlust von 45.000 Euro. Allerdings wurde auch viel mehr Holz gefällt und verkauft, so dass auch bei dem niedrigeren Holzpreis unter Strich ein Gewinn bleibt. Um den Fichteneinschlag auszugleichen, sollen bei Berschweiler auf rund zwei Hektar neue Laubholzbäume, vorwiegend Eichen und Buchen, angepflanzt werden.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.11.2018 berichtet.

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