Mitarbeiterin in neinen Forschungslabor (Foto: picture alliance/A. Noor)

Zehn Millionen Euro für Krebsforschung

  07.11.2020 | 16:38 Uhr

Der Europäische Forschungsrat ERC fördert mit zehn Millionen Euro ein internationales Projekt, das neue Abwehrstrategien gegen Krebs erforscht. Die Federführung des Projekts liegt bei der Saar-Uni.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen sogenannte supramolekulare Angriffspartikel (SMAPs), die von körpereigenen Abwehrzellen (T-Zellen) gegen Tumorzellen eingesetzt werden. Im Detail möchte das internationale Wissenschaftskonsortium unter Federführung von Physiologie-Professor Jens Rettig von der Universität des Saarlandes verstehen, wie genau diese T-Zellen gegen Tumorzellen vorgehen.

Wie werden SMAPs freigesetzt?

Die Aufgabe der saarländischen Wissenschaftler besteht darin, herauszufinden, auf welche Weise genau die SMAPs von den T-Zellen freigesetzt werden. Eine Gruppe aus Italien wird untersuchen, wie SMAPs hergestellt werden, eine Gruppe aus Oxford untersucht die eigentliche Wirkungsweise der Partikel. Ein französisches Forscherteam schließlich blickt darauf, wie die Tumorzellen auf die Attacke der SMAPs reagieren.

Die vier Arbeitsgruppen werden mit einer Summe von zehn Millionen Euro für sechs Jahre (2021-2026) gefördert. Neben den vier Arbeitsgruppenleitern werden sich insgesamt 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den zukünftigen Projekten beteiligen.

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