Steinkohle zum Beheizen von privaten Wohnräumen (Foto: Imago Images/Gottfried Czepluch)

Höhere Abfindung für Kohledeputate

Karin Mayer   14.10.2020 | 14:57 Uhr

Rund 30 Bergleute aus dem Saarland bekommen im Streit um das Ende der Kohledeputate eine höhere Abfindung. Laut Arbeitsgericht Saarbrücken können sie mit einem Zuschlag von etwa zehn Prozent auf die bisherige Zahlung rechnen.

Video [aktueller bericht, 14.10.2020, Länge: 3:01 Min.]
Höhere Abfindung für Bergleute

Urteil: Höhere Abfindung für Kohledeputate
Audio [SR 3, Karin Mayer, 14.10.2020, Länge: 03:09 Min.]
Urteil: Höhere Abfindung für Kohledeputate

Die Richterin am Saarbrücker Arbeitsgericht orientierte sich mit ihrem Urteil an der Entscheidung von Arbeitsrichtern in Nordrhein-Westfalen. Die Vertreterin der Bergleute, Rechtsanwältin Britta Weickgenannt, sprach von einem Teilerfolg.

Dem SR sagte sie, es wäre gerecht gewesen, den Bergleuten mehr zu bezahlen. Das Gericht habe entschieden, was gerade noch zulässig war, das Unternehmen RAG und die Gewerkschaft IGBCE hätten weniger zahlen wollen.

Eine Berufung ist nicht zulassen, die RAG trägt die Kosten des Verfahrens.

Höherer Anspruch nur mit Klage

Bundesweit haben mehr als 120.000 Bergleute durch das Ende des Bergbaus ihren Anspruch auf lebenslange Kohlelieferungen vom Unternehmen verloren. Nur, wer vor Gericht zieht, kann einen höheren Anspruch durchsetzen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 14.10.2020 berichtet.

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