Hochwasser am Saarufer in Saarbrücken (Foto: SR/Pasquale d'Angiolillo)

Stadtautobahn wird vorerst nicht gesperrt

  03.02.2020 | 19:46 Uhr

Durch starke Regenfälle sind die Pegel der Flüsse und Bäche im Saarland deutlich gestiegen. Eine Sperrung der Stadtautobahn in Saarbrücken war am Montagabend aber noch nicht notwendig. Trotzdem hat die Polizei vorsorglich ein Halteverbot in der Franz-Josef-Röder-Straße und der Saaruferstraße eingerichtet.

Am frühen Montagabend erreichte der Pegel der Saar in St. Arnual 3,20 Meter und damit die erste Hochwasser-Warnstufe. Die kritische Marke liegt bei 3,80 Meter. Dass diese am Abend noch erreicht wird, scheint unwahrscheinlich. „Die Hochwasserlage ist im Moment so, dass wir wahrscheinlich um eine Sperrung der Stadtautobahn herumkommen werden. Das liegt daran, dass weniger Wasser aus den Vogesen kommt", sagt Dietmar Abel vom Landesbetrieb für Straßenbau. "Das Regenband hat sich verlagert in Richtung Hunsrück, das kommt uns jetzt zugute. Am Morgen sah das noch etwas anders aus, da sollte noch wesentlich mehr Regen aus Frankreich kommen.“

Video [aktueller bericht, 03.02.2020, Länge: 2:25 Min.]
Hochwasser-Gefahr an Saarbrücker Stadtautobahn

Die Polizei hat dennoch erste Vorbereitungen für eine mögliche Sperrung der Stadtautobahn getroffen. Dafür wurde eine Hochwasserumfahrung eingerichtet, so ein Sprecher. Auf der Franz-Josef-Röder-Straße und der Saaruferstraße mussten die Fahrzeuge entfernt werden. Das Parkverbot gilt weiterhin, da sich die Hochwasserlage schnell wieder ändern kann. Die aktuellen Pegelstände finden Sie hier.

Leichte Hochwasser bereits am Wochenende

Auch in anderen Landesteilen des Saarlandes gab es Probleme durch Hochwasser. In Blieskastel trat die Blies über die Ufer. Der Boden ist komplett durchnässt und kann kein Wasser mehr aufnehmen. Überschwemmungen gab es auch in Nohfelden, Homburg-Einöd, St. Wendel-Alsfassen und Neunkirchen-Hangard.

Am Wochenende hatte es bereits leichte Hochwasser in Nohfelden, Alsfassen, Hangard, Einöd und Blieskastel gegeben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 03.02.2020 berichtet.

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