Regenwolken mit blauem Himmel  (Foto: picture alliance/Julian Stratenschulte/dpa)

Wetter mit Migrationshintergrund

  05.01.2021 | 12:31 Uhr

Gab es im vergangenen Jahr noch das "Tief Hermine", bringt im neuen Jahr das "Tief Ahmet" das Wetter. In den nächsten Wochen werden häufig Namen mit Migrationshintergrund auf der Wetterkarte stehen. Mit der Kampagne "Wetterberichtigung" will das Netzwerk "Neue deutsche Medienmacher*innen" Vielfalt in der Bevölkerung sichtbar machen.

Das Netzwerk "Neue deutsche Medienmacher*innen" (NdM) hat 14 Patenschaften für Hoch- und Tiefdruckgebiete gekauft – was zur Vergabe des Namens berechtigt. Auf Ahmet folgen in nächster Zeit Bartosz und Cemal.

Seit 1954 vergibt das Institut für Meteorologie der FU Berlin Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Diese Namen werden von Wetterdiensten und Medien übernommen und veröffentlicht und erscheinen damit auf den Wetterkarten von Zeitungen sowie in Wetterberichten in Radio und Fernsehen. Die Preise für eine Patenschaft liegen bei 240 bis 360 Euro. Hochdruckgebiete sind dabei etwas teurer, weil in der Regel langlebiger.

Vielfalt als Normalität

"Das Wetter diverser zu machen, ist nur ein symbolischer Schritt", erklärte die NdM-Vorsitzende Ferda Ataman. "Wichtig ist, dass gesellschaftliche Vielfalt endlich Normalität wird, überall." Die Organisation setzt sich für Vielfalt im Medienbereich ein.

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