Uniklinik Homburg (Foto: imago/Becker&Bredel)

Homburger HNO-Chef suspendiert

  08.05.2020 | 10:15 Uhr

Der Chef der Homburger Hals-Nasen-Ohrenklinik ist vorläufig vom Dienst suspendiert. Das teilte die Staatskanzlei auf SR-Anfrage mit. Grund sei der Verdacht der sexuellen Belästigung von Mitarbeiterinnen.

Die Suspendierung des Beamten sei auf Grundlage des Disziplinargesetzes erfolgt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit Februar gegen den Chef der Homburger HNO-Klinik. Es gehe um unangemessene Berührungen.

Die Staatskanzlei betont, die Suspendierung sei keine Vorverurteilung. Der Ausgang des Ermittlungsverfahrens sei offen.

HNO-Klinik erneut in den Schlagzeilen

Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, dass sie gegen den Mediziner ermittelt.

Die Homburger HNO-Klinik war zuletzt im November in die Schlagzeilen geraten, weil Kinder möglicherweise im OP-Bereich sexuell missbraucht worden sein sollen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 08.05.2020 berichtet.


18.02.2021, 12.20 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer vorherigen Fassung des Beitrages hieß es, dass auch ein Verdacht auf Behandlungsfehler mit ein Grund für die Suspendierung war. Inzwischen liegen dem SR neue Informationen vor, die belegen, dass etwaiges ärztliches Fehlverhalten in der Entscheidung keine Rolle gespielt hat.

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