Ein vorbeifahrender Rettungswagen (Foto: dpa/Andreas Gebert)

Rettungsdienst kann Frist nicht immer einhalten

Nelly Theobald   07.01.2019 | 20:12 Uhr

Im Saarland ist gesetzlich festgeschrieben, dass ein Rettungswagen innerhalb von zwölf Minuten nach Eingang eines Notrufes am Unfallort sein muss. Doch bei jedem fünften Notruf kann der Rettungsdienst diese Vorgabe eigenen Angaben zufolge nicht einhalten.

Der Geschäftsführer des Zweckverbandes für Rettungs- und Feuerwehralarmierung, Bernhard Roth, sagte, die größten Probleme gebe es im Nordsaarland, insbesondere im Landkreis St. Wendel und in Merzig. Daran haben auch sechs zusätzliche Rettungswagen nichts geändert. Im Februar kommt in Lebach ein siebter hinzu.

Im Durchschnitt schneller

Die Quote von 20 Prozent Fristüberschreitung hat sich seit 2010 damit nicht verändert. Dennoch sieht der Rettungsdienst auch Verbesserungen: Im Durchschnitt sei man inzwischen 40 Sekunden schneller am Unfallort, nämlich in 9,44 Minuten.

Mit der Forderung nach neuen Rettungswagen und -wachen hält sich der Zweckverband im Moment zurück. Man warte auf das neue Rettungsdienstgesetz, um ein Gutachten zur Bedarfsplanung zu beauftragen, sagte Roth. Dieses sei seit zwei Jahren überfällig.

Video [aktueller bericht, 07.01.2019, Länge: 3:36 Min.]
Sicherheitsprüfungen in saarländischen Escape-Rooms

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 07.01.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen