Hildegard Hamm-Brücher-Preis Medaille für die Gemeinschaftsschule Nohfelden (Foto: Förderverein Demokratisch Handeln e.V)

Nohfelder Schule bekommt Demokratie-Preis

  09.06.2021 | 13:12 Uhr

Für ihr langjähriges Engagement zum Thema "Jüdisches Leben in der Gemeinde Nohfelden" erhalten Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle den Hildegard Hamm-Brücher-Preis für Demokratisches Handeln. Der Preis des Bundeswettbewerbs Demokratisch Handeln geht laut Landeszentrale für politische Bildung erstmals an eine saarländische Institution.

Die Stolperstein AG der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle befasst sich seit dem Jahr 2011 mit dem Thema "Jüdisches Leben in der Gemeinde Nohfelden" und hat zusammen mit Kooperationspartnern Ausstellungstafeln, eine Website, Filme, Wandertagskonzepte und Unterrichtsmaterialien erstellt.

Am 14. Juni bekommt sie deshalb den Hildegard Hamm-Brücher-Preis des Bundeswettbewerbs Demokratisch Handeln in Form einer Medaille und einer Urkunde überreicht.

Auszeichnung als Ansporn

"Wir sind unheimlich stolz, dass wir zehn Jahre nach Gründung der AG einen solch selten verliehenen Preis bekommen. Wir fühlen uns sehr geehrt und für uns ist diese Auszeichnung großer Ansporn, unsere Arbeit weiter fortzuführen", sagt Schulleiterin Monika Greschuchna.

Die Botschaft der bereits mehrfach ausgezeichneten AG sei klar: Die Erinnerungskultur müsse in eine Kultur des Handelns und der Begegnung für ein tolerantes Miteinander münden. Das aktuellste Projekt der Stolperstein AG ist, die Inhalte der eigenen Website auf der App der Landesarbeitsgemeinschaft Erinnerungsarbeit im Saarland einzubauen.

Auch die AG "Begegnungen – Inklusion leben" der Schule ist beim Wettbewerb Demokratisch Handeln ausgezeichnet worden. Sie ist eine Kooperation der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle mit der Lebenshilfe. Hier begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderungen seit zehn Jahren. Die beiden ausgezeichneten Projekte dürfen nun an der "Digitalen Lernstatt Demokratie" teilnehmen, die Online-Workshops beispielsweise zu Hatespeech oder Zivilcourage anbietet.

Bewerbungen für neues Schuljahr möglich

Der Wettbewerb Demokratisch Handeln zeichnet nach eigenen Angaben praxisorientierte Projekte und Konzepte von Schulen aller Schularten und -stufen sowie außerschulischen Initiativen aus, die sich kreativ, alltagsnah und engagiert in der Demokratie einmischen.

"Im Saarland gibt es sehr viele engagierte Jugendliche und hervorragende Projekte. Der Wettbewerb Demokratisch Handeln ist eine tolle Gelegenheit, dieses Engagement bundesweit sichtbar zu machen und in einen spannenden Austausch mit anderen engagierten Jugendlichen zu kommen", sagt Jörn Didas, Geschäftsführer des Adolf-Bender-Zentrums, der den Wettbewerb im Saarland koordiniert.

Für das kommende Schuljahr können sich schulische und außerschulische Projekte bereits für den Wettbewerb Demokratisch Handeln bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15. Dezember. Das Adolf-Bender-Zentrum berät und unterstützt alle saarländischen Interessierten dabei.

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