Luftaufnahme des Uniklinikum Homburg (Foto: SR)

Durchsuchung an Uni-Klinik wegen Kinderporno-Verdacht

Thomas Gerber   18.05.2021 | 17:22 Uhr

An der Uniklinik Homburg (UKS) hat es Anfang Mai eine Hausdurchsuchung wegen des Verdachts der Kinderpornografie gegeben. Die Staatskanzlei bestätigte dem SR eine entsprechende Meldung der Saarbrücker Zeitung. Der Verdacht richtet sich demnach gegen einen 40 Jahre alten Assistenzarzt der Inneren Medizin.

Der Beschuldigte war seit gut drei Jahren als Assistenzarzt beim UKS beschäftigt, arbeitete zuletzt in der Onkologie. Nach bisherigem Erkenntnisstand beziehen sich die Vorwürfe nicht direkt auf Patienten oder Patientinnen der Uniklinik. Der 40-Jährige habe ausschließlich Erwachsene und keine Kinder behandelt. In seinem Tätigkeitsbereich allerdings hatte das Strafverfahren nach SR-Informationen seinen Ausgangspunkt.

Übergriff auf Patientin

Eine ehemalige Patientin hatte den Homburger Assistenzarzt vor einigen Wochen angezeigt. Es ging um einen sexuellen Übergriff während einer Behandlung im Jahr 2018.

Bei einer ersten Hausdurchsuchung wurde dann - quasi als Beifang - vor knapp zwei Wochen kinderpornografisches Material auf dem Handy des Beschuldigten sichergestellt. Bei der Durchsuchung des Arbeitsplatzes am Tag darauf wurden die Ermittler nicht weiter fündig. Der Assistenzarzt wurde trotzdem gestern von der Klinikleitung fristlos entlassen.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.05.2021.

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