Justitia-Figur (Foto: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst)

Anklage gegen Hausbesitzer wegen fahrlässiger Tötung

  19.10.2021 | 11:27 Uhr

Nach einem Hausbrand in Pirmasens, bei dem im November 2020 zwei Kinder ums Leben kamen, ist der Hausbesitzer nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Zudem wird dem Mann fahrlässige Brandstiftung angelastet.

Dem 64-jährigen Hausbesitzer wird vorgeworfen, in dem Haus keine Rauchmelder angebracht zu haben. Er habe auch nichts gegen ein dauerhaft eingeschaltetes Flurlicht unternommen. Daher klagt ihn die Staatsanwaltschaft Zweibrücken wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen sowie fahrlässiger Brandstiftung an.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war es Anfang November 2020 in dem Wohnhaus in Pirmasens zu einem Defekts der Elektrik im Zählerschrank gekommen, der auf die dauerhaft eingeschaltete Flurbeleuchtung zurückzuführen sei.

"Hätte verhindert werden können"

Bei dem entstandenen Feuer waren zwei Mädchen ums Leben gekommen. "Der Tod der beiden verstorbenen Kinder hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei ordnungsgemäßer Anbringung von Rauchwarnmeldern und der Reparatur der Flurbeleuchtung verhindert werden können", argumentiert die Staatsanwaltschaft.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.10.2021 berichtet.

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