Eine Spritze zur Impfung wird vorbereitet (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Robert Michael)

Hausärzte kritisieren Ampullengröße

Steffani Balle   06.10.2021 | 13:00 Uhr

Bis auf das Impfzentrum Süd in Saarbrücken haben alle vom Land betriebenen großen Zentren ihre Tore geschlossen. Den Hauptanteil der Corona-Impfungen führen seit dem 1. Oktober die Hausärzte durch. Dort aber regt sich Kritik an den derzeitigen Bedingungen.

Hausärzte kritisieren Ampullengröße
Audio [SR 3, Steffani Balle , 06.10.2021, Länge: 03:02 Min.]
Hausärzte kritisieren Ampullengröße

Mindestens sechs Dosen in einer Ampulle - diese Größe sei völlig unpraktisch, schimpfen niedergelassene Ärzte. Wenn nicht gerade genügend Patienten auf einmal zum Impfen kämen, müsse der Rest des wertvollen Impfstoffs weggeworfen werden.

Impf-Interessierte wollten direkt drankommen und nicht erst auf einen gemeinsamen Termin mit anderen warten, sagt der Sprecher der saarländischen Hausärzte, Michael Kulas.

Forderung nach Einzeldosen

Die Forderung nach Einzeldosen werde schon lange erhoben, bestätigt der Impf-Koordinator der Kassenärztlichen Vereinigung, Joachim Meiser, auf SR-Anfrage. Bislang weigerten sich die Hersteller aber, auch Einzeldosen anzubieten.

Dass sich Ärzte nun aber massenhaft aus dem Impfen verabschiedeten, könne er nicht bestätigen, so Meiser. Es gebe immer noch eine Liste mit 450 Impf-Praxen im Land, abzurufen auf der Internet-Seite der KV.

Derzeit werden laut Meiser rund 7000 Impfungen pro Woche gegeben, die Nachfrage in den Praxen sei seit Anfang Oktober leicht gestiegen. Gerade bei den 12- bis 17-Jährigen sei sie aber noch verhalten. Die Impfquote bei den Jugendlichen im Saarland gibt er mit rund 40 Prozent an.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 06.10.2021 berichtet.

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