Marihuana (Symbolbild) (Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk)

Hauptzollamt Saarbrücken setzt Rekordmenge an Drogen fest

Johann Kunz   16.05.2022 | 14:09 Uhr

Das Hauptzollamt Saarbrücken hat 2021 so viele Drogen beschlagnahmt wie noch nie. Auch bei der Bekämpfung von Produktpiraterie und Schwarzarbeit konnten Erfolge verbucht werden.

Das Jahr 2021 hat sich für das Hauptzollamt Saarbrücken trotz Corona-Einschränkungen als ergiebig erwiesen. Aus der Jahresstatistik geht hervor, dass im vergangenen Jahr eine Rekordmenge an Drogen von insgesamt rund 300 Kilogramm aus dem Verkehr gezogen werden konnte. So viele Drogen konnten in der Geschichte des Saarbrücker Hauptzollamts noch nie beschlagnahmt werden. Knapp 250 Kilogramm davon sind alleine auf den Handel mit Marihuana zurückzuführen.

Sport- und Luxusartikel am häufigsten gefälscht

Im Bereich der Produktpiraterie haben die Zöllner über 3500 Unregelmäßigkeiten bei Waren entdeckt, deren Besitz verboten ist. Die am häufigsten gefälschten Produkte sind, wie schon in Vergangenheit, vor allem Sport- und Luxusartikel wie etwa Trikots, Sneakers oder Handtaschen. In solchen Fällen werden die Produkte trotz des gezahlten Kaufpreises aus dem Verkehr gezogen.

Auch organisierte Formen der Schwarzarbeit haben im Saarland an Bedeutung gewonnen. Demnach wurden 2021 über 4300 Strafverfahren eingeleitet. Im Jahr zuvor waren es noch rund 3800. Im Blickpunkt standen unter anderem Unternehmen des Transport- und Speditionsgewerbes, des Baugewerbes sowie des Hotel- und Gaststättengewerbes. Insgesamt konnte hier eine Schadenssumme von zehn Millionen Euro aufgedeckt werden.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 16.05.2022.

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