Das Blaulicht eines Polizeiwagens (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Frankreich: Islamist attackiert Gefängniswärter

  06.03.2019 | 08:36 Uhr

Ein gewalttätiger Islamist hat am Dienstag in einem Hochsicherheitsgefängnis in der Normandie zwei Wärter mit einem Messer schwer verletzt. Der aus St. Avold stammende Häftling verbüßt in der Normandie eine 30-jährige Haftstrafe.

Nach der Messer-Attacke verschanzte sich der 27-jährige Häftling mit seiner Lebensgefährtin in einem Zimmer. Elite-Polizeitruppen konnten die beiden nach einigen Stunden überwältigen. Das bestätigte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner bei Twitter. Bei dem Einsatz seien beide durch Schüsse verletzt worden, die Frau sei kurz darauf gestorben, hieß es aus Ermittlerkreisen. Demnach trugen Michaël C. und seine Frau Stichwaffen bei sich.

"Kein Zweifel" an Terror-Angriff

Die Pariser Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Terrorismus hat den Fall übernommen. C. soll gesagt haben, er wolle den Straßburg-Angreifer Chérif Chekatt rächen. Die französische Justizministerin Nicole Belloubet sagte, es gebe "keine Zweifel", dass es sich bei dem Angriff um Terrorismus handele.

C. stammt aus St. Avold und war 2010 zum Islam konvertiert und ist in dem Gefängnis als "radikalisierter" Islamist eingestuft. Er verbüßt eine 30-jährige Strafe - unter anderem wegen Entführung mit Todesfolge und bewaffnetem Raub.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 5.3.2019 berichtet.

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