Laptop (Foto: dpa)

Hackerangriff auf DRK-Kliniken im Saarland

  17.07.2019 | 16:15 Uhr

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz sind elf Krankenhäuser des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Wochenende von Hackern angegriffen worden. Wie das DRK dem SR bestätigte, sind die Kliniken in Saarlouis und Mettlach betroffen.

In allen betroffenen Krankenhäusern sind derzeit wieder Stift und Zettel im Einsatz. Patientendaten müssen von Hand eingegeben werden. Nach DRK-Angaben wurden die Server und Computer sicherheitshalber vom Netz genommen. Die Daten müssen später nachgetragen werden.

Video [aktueller bericht, 17.07.2019, Länge: 3:42 Min.]
DRK-Kliniken von Hackern angegriffen

Angriff erfolgte am Sonntagmorgen

Saarland von Cyberangriff auf DRK-Krankenhäuser betroffen
Audio [SR 3, Karin Mayer/Niklas Resch, 17.07.2019, Länge: 02:53 Min.]
Saarland von Cyberangriff auf DRK-Krankenhäuser betroffen

Laut DRK haben Unbekannte vermutlich am Sonntagmorgen die Zentralserver in Neuwied im Rheinland angegriffen und Daten so verschlüsselt, dass sie nicht geöffnet werden können. Das berichtete die "Saarbrücker Zeitung". Es sind nach DRK-Angaben aber keine sensiblen Daten nach außen gelangt, da der Angriff relativ schnell bemerkt worden sei. Es seien auch kaum Daten verloren gegangen, da erst am Abend zuvor eine Sicherheitskopie gemacht worden sei.

Ob die Täter die Klinik-Gesellschaft erpressen wollen, ist bisher unklar. Wegen des Cyberangriffs auf die DRK-Kliniken in Mettlach und Saarlouis ermitteln die Staatsanwaltschaft Saarbrücken und die saarländische Polizei. Das hat eine Sprecherin dem SR bestätigt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 17.07.2019 berichtet.

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