Deutsche Bundespolizisten und französische Beamte der Gendarmerie kontrollieren den Einreiseverkehr aus Frankreich nach Deutschland (Foto: dpa/Patrick Seeger)

Mehr Polizeistreifen und Kontrollen an der Grenze

Thomas Gerber / Onlinefassung: Anne Staut   18.03.2020 | 12:55 Uhr

Die Bundespolizei setzt ihre Kontrollen an der französisch-deutschen Grenze fort. Während Lkw und Deutsche ungehindert passieren können, müssen beispielsweise Lothringer einen triftigen Grund für ihre Einreise nach Deutschland nachweisen. Die kleineren Grenzübergänge werden vorerst nicht gesperrt.

Bundespolizei blockiert kleinere Grenzübergänge
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Für die allermeisten Lothringer ist die Einreise problemlos. Denn viele arbeiten im Saarland an, in Coronazeiten, ganz besonders wichtigen Stellen – etwa in den Krankenhäusern.

Die Bundespolizei hat ihre Einsatzstrategie inzwischen umgestellt. Das Vorhaben, kleinere der insgesamt 35 Grenzübergänge mit Pollern abzusperren, wird bis auf Weiteres nicht umgesetzt. Stattdessen wird mehr Streife gefahren und an fünf festen Stellen rund um die Uhr kontrolliert: rund um die Saarbrücker Goldene Bremm und im Dreiländereck bei Perl.

Kontrollen auch an Bahnhof und Flughafen

Während der regionale Bahnverkehr nach Forbach ruht, werden die drei täglichen ICE/TGV-Verbindungen von Paris aus in Saarbrücken gestoppt. Rund 40 Personen mussten am Dienstag in den gegenläufigen Zug umsteigen und nach Paris zurückfahren.

Am Flughafen Ensheim ist die Bundespolizei zwar präsent – dort aber gibt es kaum was zu kontrollieren. Die Berlinflüge wurden von drei auf einen pro Tag reduziert, Hamburg wird noch zwei Mal täglich angeflogen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 18.03.2020 berichtet.

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