Grenzkontrolle (Foto: SR)

Mehrere Hundert Autofahrer an Grenze abgewiesen

Frederic Graus / Onlinefassung: Anne Staut   17.03.2020 | 16:54 Uhr

Bei den Kontrollen an der saarländischen Grenze zu Frankreich sind bereits zahlreiche Autofahrer abgewiesen worden. Bislang kontrolliert die Bundespolizei die drei Hauptgrenzübergänge im Saarland. Kleinere Grenzübergänge sollen blockiert werden.

Seit Montag durften nach Angaben der Bundespolizei rund 650 Personen die Grenze ins Saarland nicht passieren. Am Dienstag waren allerdings nur wenige Autofahrer unterwegs. Die Bürger hätten sich bereits auf die Kontrollen eingestellt.

Seit Dienstagmorgen sei man dabei, auch kleinere Grenzübergänge im Saarland mit Blockaden abzusperren, um den Verkehr auf größere Übergänge umzuleiten. Man könne nicht überall Personal hinstellen.

"Bislang kontrolliert die Bundespolizei im Saarland an drei Hauptkontrollstellen, bei Perl auf der BAB 8, BAB 6 Goldene Bremm und beim Übergang in Überherrn. Durch bauliche Maßnahmen wollen wir kleinere Grenzübergänge schließen in Absprache mit der Landesregierung, sodass wir weitere Grenzübergänge besetzen können," sagte der Sprecher der Bundespolizei Karsten Eberhardt.

Kontrollen auch am Hauptbahnhof

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wird der Einreiseverkehr nach Deutschland seit Montagmorgen an Grenzübergängen zu Frankreich und Luxemburg streng kontrolliert. Deutsche Staatsbürger dürfen einreisen – ebenso wie Pendler, Handwerker und Lastwagen mit Waren.

Auch am Saarbrücker Hauptbahnhof werden Kontrollen durchgeführt. Laut Bundespolizei werden sämtliche ICE/TGV-Verbindungen Paris-Frankfurt in Saarbrücken zunächst gestoppt. Reisende werden überprüft und – falls kein triftiger Einreisegrund vorliegt – zurückgeschickt. Am Montag war das bei rund 40 Personen der Fall.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.03.2020 berichtet.

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