Justizia (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Angeklagter im Gregorius-Prozess bleibt in Haft

Thomas Gerber   28.05.2021 | 16:41 Uhr

Im Prozess um den mutmaßlichen Mord an dem seit fast 30 Jahren verschwundenen Völklinger Peter Gregorius bleiben die beiden Angeklagten in Untersuchungshaft. Das Landgericht hat am Freitag den Antrag des Beschuldigten Axel K. abgelehnt, den Haftbefehl gegen ihn außer Vollzug zu setzen.

Das Gericht geht nach Angaben des Verteidigers des 56-Jährigen weiterhin von einem dringenden Tatverdacht gegen seinen Mandanten aus. Der Verteidiger hatte beantragt, seinen Mandanten auf freien Fuß zu setzen, da mehrere Zeugen ihn entlastet hätten.

Darüber hinaus sei nach wie vor unklar, ob Gregorius überhaupt Opfer einer Gewalttat geworden ist. Der Verteidiger hatte erklärt, dass es sich für ihn bis heute um einen Vermisstenfall handele.

Suche nach Leiche bislang erfolglos

Axel K. und dem Mitangeklagten Ralf W. wird vorgeworfen, Gregorius im September 1991 in ein Waldstück bei Wadgassen gelockt und ihn dort heimtückisch ermordet zu haben.

Eine Leiche konnte trotz umfangreicher Suchmaßnahmen nicht gefunden werden. Ein dritter Angeklagter hatte sich Anfang des Jahres in seiner Zelle das Leben genommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.05.2021 berichtet.

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