Frau mit Mundschutz (Foto: Dorothee Barth/dpa)

Mehr als eine Million Schutzmasken gesammelt

Anja Geis   25.03.2020 | 12:34 Uhr

In der Region Grand-Est sind über eine Million Corona-Schutzmasken gesammelt worden. Verbände, Unternehmen und Einzelpersonen waren einem Aufruf der Region gefolgt und hatten die Masken gespendet. Die Region ist besonders vom Coronavirus betroffen. Aktuell sind bereits über 400 Menschen an Corona gestorben.

Nach dem Aufruf der Region sind in weniger als einer Woche mehr als eine Million Masken in der vom Coranavirus besonders betroffenen Region Grand-Est gespendet worden, berichtet der französische Sender France Bleu. Allerdings sei der Bedarf an Schutzmasken noch höher.

Unterdessen haben drei Unternehmen in Grand-Est damit begonnen, Masken zu produzieren, elf weitere Unternehmen werden offenbar folgen, teilte die französische Gesundheitsbehörde ARS mit. So könnten bald täglich in der Region 150.000 bis 200.000 Masken hergestellt werden.

Über 400 Tote, 3000 Infizierte in Krankenhäusern

Die französische Nachbarregion ist besonders von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Aktuell sind bereits über 400 Menschen an Corona gestorben, 3000 Infizierte werden in Krankenhäusern behandelt. Rund 600 Personen müssen beatmet werden. Die Situation ist nach wie vor kritisch. Einige Patienten wurden bereits ins Saarland gebracht.

Verschärfte Maßnahmen

Die Ausgangsbeschränkungen in ganz Frankreich werden ständig verschärft. Neuerdings benötigt man in Frankreich eine neue Ausgangsbescheinigung, eine "attestation de deplacement derogatoire". Darin müssen Franzosen genaue Uhrzeiten angeben, zu denen sie in begründeten Fällen das Haus verlassen.

Körperliche Betätigungen wie Joggen oder Spazierengehen dürften nur noch im Umkreis von einem Kilometer des Wohnortes stattfinden und nur noch einmal täglich maximal eine Stunde lang. Auch die Wochenmärkte sind seit Dienstag geschlossen. Einige Kommunen haben nun sogar nächtliche Ausgangssperren verhängt. Einwohner dürfen dort ihre Häuser zwischen 22.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens nicht verlassen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 25.03.2020.

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