Baden im Glashütter Weiher (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Ärger um Badende im Glashütter Weiher

Oliver Buchholz / Onlinefassung: Christian Leistenschneider   17.07.2018 | 16:20 Uhr

Den Glashütter Weiher in Rohrbach nutzen immer wieder Besucher zur Abkühlung. Offiziell herrscht dort allerdings Badeverbot. Rohrbachs Ortsvorsteher Roland Weber warnt nun vor den Folgen des illegalen Schwimmens für den See, der auch als Trinkwassernotreservoir dient. Effektive Kontrollen lassen sich jedoch kaum umsetzen, sagt das zuständige Ordnungsamt.

Glashütter Weiher - Baden im Trinkwasserreservoir
Audio [SR 3, Oliver Buchholz, 17.07.2018, Länge: 03:02 Min.]
Glashütter Weiher - Baden im Trinkwasserreservoir

Besonders Nanopartikel in den Sonnencremes der Badenden belasten das Wasser des Weihers, so Meier unter Berufung auf ein Gespräch mit einem Chemiker. Auch der Fischbestand leide unter den Schwimmern. Rohrbachs Ortsvorsteher beklagt zudem Müll und durch Grills verursachte Brandflecken am Rande des Gewässers. Das Ordnungsamt oder die Polizei greife viel zu selten ein, kritisiert Meier. Er sieht das Wasserschutzgebiet und das Naherholungsgebiet rund um den Weiher gefährdet.

Dorniges Gestrüpp pflanzen

Der zuständige Ordnungsamtsleiter Christoph Scheurer aus St. Ingbert bestätigt, dass von behördlicher Seite kaum aktiv auf die Einhaltung des Badeverbots am Glashütter Weiher gedrungen wird. Er gibt aber zu bedenken: „Eine wirkungsvolle Durchsetzung des Badeverbots bedarf eines massiven und ständigen Aufgebots an Ordnungs- und Polizeikräften.“ Diesem Aufwand stünde der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entgegen. Um das unerlaubte Baden und die Verschmutzung des Ufers einzudämmen, überlege die Verwaltung stattdessen, die Liegewiese nicht mehr zu mähen und im Uferbereich dorniges Gestrüpp zu pflanzen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 17.07.2018 berichtet.

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