eine Kühlbox mit Blutspenden (Foto: dpa)

Ministerium ruft zum Blutspenden auf

  13.05.2022 | 11:36 Uhr

Im Saarland spenden zu wenige Menschen Blut. Das Land ist nach wie vor auf andere Bundesländer angewiesen. Daher ruft das Gesundheitsministerium zum Blutspenden auf.

Dass Blutkonserven im Saarland Mangelware sind, ist nicht neu. Zuletzt hatte das Deutsche Rote Kreuz betont, dass sich der Vorrat auf einem relativ niedrigen Niveau befindet. Das könne auch dazu führen, dass Kliniken Operationen verschieben müssten.

Täglich 850 Blutspenden benötigt

Das saarländische Gesundheitsministerium ruft daher zum Blutspenden auf. Wie das Ministerium mitteilte, würden im Saarland und in Rheinland-Pfalz täglich rund 850 Blutspenden benötigt - etwa für Unfallopfer, Krebs- oder Dialysepatienten. Auch Frühgeborene könnten ohne Präparate aus Blutspenden nicht erfolgreich behandelt werden. 

Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) sagte, zwar seien im Saarland jährlich mehr als 37.500 Menschen bereit, Blut zu spenden. Nach wie vor sei das Land aber auf Blutspenden aus den angrenzenden Bundesländern angewiesen.

Spenden ab dem 18. Lebensjahr

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 76. Geburtstag. Wer zum ersten Mal Blut spendet, darf nicht älter als 68 Jahre sein. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden.

Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.05.2022 berichtet.

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