Notfalldose  (Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul)

Notfalldose im Kühlschrank hilft Rettern und Patienten

  20.08.2021 | 10:58 Uhr

Wer alleine lebt und einen medizinischen Notfall hat, kann in einer Notfalldose wichtige Informationen für Rettungskräfte aufbewahren. Helfer sollen so schnell Informationen zu Vorerkrankungen, Allergien oder Medikamenten finden. Das Gesundheitsministerium rät dazu besonders älteren Saarländern.

Die saarländische Bevölkerung wird immer älter - rund 240.000 Saarländerinnen und Saarländer sind über 65 Jahre alt. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Gefahr medizinischer Notfälle.

Im Ernstfall können Informationen zu Vorerkrankungen, Behandlungen oder wichtigen Medikamenten dann Leben retten. Deshalb rät das Gesundheitsministerium zusammen mit der Rheuma-Liga Saar e.V. besonders Seniorinnen und Senioren zur Notfalldose mit allen wichtigen Daten.

Zeitersparnis rettet Leben

Damit sparen Helfer im Fall der Fälle lebenswichtige Zeit, sagt Ministerin Monika Bachmann (CDU): „Herzkreislauf-Erkrankungen, wie etwa Herzinfarkt und Schlaganfall, sind heute viel besser behandelbar als früher und führen seltener zum Tod. Aber was bringt das, wenn im Notfall nicht alle benötigten Informationen vorliegen und dadurch viel Zeit verloren geht“.

Die auffällige, grüne Dose gehört in den Kühlschrank - und Hinweis-Aufkleber in der Wohnung und am Kühlschrank sollten für Rettungskräfte gut sichtbar platziert sein. Solche Notfalldosen werden gelegentlich kostenlos verteilt, sind aber auch für unter 20 Euro im Internet zu finden.

Notfallmappe mit weiteren Infos

Um tiefergehende Informationen für Helferinnen und Helfer bereitzustellen, bietet das Gesundheitsministerium auf seiner Webseite eine Notfallmappe zum kostenlosen Download an. Darin können Saarländer etwa Handlungsanweisungen, Vorsorgevollmachten oder weitere Verfügungen eintragen.

„Die Notfallmappe sollten Sie in Ihrer Wohnung aufbewahren und Angehörige über den Lagerort informieren, sodass diese schnell gefunden werden kann“, rät Bachmann.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Rundschau vom 20.08.2021 berichtet.

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