Der Dom in Trier (Foto: picture alliance/dpa/Werner Baum)

Neustrukturierung: Bistum Trier wehrt sich gegen Proteste

Oliver Buchholz   10.10.2018 | 08:07 Uhr

Das Bistum Trier wehrt sich gegen Proteste gegen die geplanten Zusammenlegungen von Pfarreien. Die Zahl der Pfarreien im Bistum soll von knapp 900 auf 35 Großpfarreien verringert werden. Dagegen regt sich Widerstand und es soll auch eine Demonstration geben.

Protest in der katholischen Kirche
Audio [SR 3, (c) SR, 10.10.2018, Länge: 03:06 Min.]
Protest in der katholischen Kirche

In einem Brief hat sich Generalvikar Ulrich von Plettenberg, der für die Umstrukturierung des katholischen Bistums verantwortlich ist, an Haupt- und Ehrenamtliche gewandt. Darin wehrt er sich gegen einen Protestaufruf der Initiative „Kirchengemeinde vor Ort“. Deren Aktion mit dem Titel „fünf vor zwölf“, die zu einer Demonstration vor dem Trierer Dom einlädt, basiere auf Fehlinformationen.

Verlust von Mitbestimmung befürchtet

Die Initiative geht gegen die Auflösung der knapp 900 noch bestehenden Kirchengemeinden vor. Sie befürchtet dadurch eine Zentralisierung und damit einen Entzug von Mitbestimmungsmöglichkeiten vor Ort.

Das Bistum weist genau das zurück. Es gehe um die „Stärkung kirchlichen Lebens und Engagements in der Nähe der Menschen und für ihr Wohl“, heißt es in dem Brief.

Generalvikar Ulrich von Plettenberg
Generalvikar kritisiert "Scharfmacher" und "Ungeist"
Der Generalvikar des Bistums Trier, Ulrich von Plettenberg, hat "einige Scharfmacher" unter den Mitgliedern der reformunwilligen Initiative "Breit gestreut" kritisiert. "Da herrscht für mich auch ein bisschen Ungeist", sagte der Priester im SR 2-Interview.

Über dieses Thema wurde auch in der Rundschau vom 10.10.2018 berichtet.

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