Andreas Sturm (Foto: Bistum Speyer)

Generalvikar Sturm tritt aus katholischer Kirche aus

  13.05.2022 | 15:27 Uhr

Der Generalvikar des katholischen Bistums Speyer, Andreas Sturm, ist am Freitag von seinem Amt zurück- sowie aus der katholischen Kirche ausgetreten. Er erklärte seine Entscheidung mit dem fehlenden Glauben an den Wandel der Kirche. Vor seiner Berufung zum Generalvikar war Sturm Pfarrer und Dekan im Saarpfalz-Kreis.

Sturm scheide aus dem Dienst des Bistums aus, weil er künftig als Priester in der Altkatholischen Kirche arbeiten wolle, teilte das Bistum Speyer mit. Der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, nahm den Rücktritt des Generalvikars "mit großem Bedauern" an und entband ihn mit sofortiger Wirkung von allen priesterlichen Aufgaben.

"Habe die Hoffnung verloren"

In einer persönlichen Erklärung begründete Sturm seine Abkehr von der römisch-katholischen Kirche: "Ich habe im Lauf der Jahre Hoffnung und Zuversicht verloren, dass die römisch-katholische Kirche sich wirklich wandeln kann." Zugleich erlebe er, wie viel Hoffnung in laufende Prozesse wie den Synodalen Weg gesetzt wird. "Ich bin aber nicht mehr in der Lage, diese Hoffnung auch zu verkünden und ehrlich und aufrichtig mitzutragen, weil ich sie schlichtweg nicht mehr habe", schrieb er.

Sturm war 20 Jahre lang Pfarrer im Bistum Speyer. Vor seiner Berufung zum Generalvikar war er Pfarrer in St. Ingbert und Dekan Saarpfalz-Kreis.

Über dieses Thema wurde auch in der Sendung „aktueller bericht“ im SR Fernsehen am 13.05.2022 berichtet.

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