Kurz nach zwölf zeigt eine Uhr an, die neben einem Förderturm des Steinkohlebergwerks in Ensdorf steht (Foto: picture-alliance/ dpa | Frank May)

Immer mehr Gemeinden klagen gegen Grubenwasseranstieg

  24.09.2021 | 12:58 Uhr

Immer mehr Städte und Gemeinden im Saarland klagen gegen die Pläne der RAG, das Grubenwasser in ehemaligen Bergwerken auf minus 320 Meter ansteigen zu lassen. Beim Oberverwaltungsgericht sind inzwischen sieben weitere Klagen eingegangen.

Nachdem bereits Dillingen, Saarlouis und Heusweiler Klagen gegen die Pläne der RAG eingereicht hatten, sind in dieser Woche weitere Gemeinden und Städte hinzugekommen.

Beim Oberverwaltungsgericht haben auch Lebach, Schwalbach, Friedrichsthal, Schiffweiler, Schmelz, Wallerfangen und Saarwellingen Klage eingereicht.

Nalbach seit Jahren im Rechtsstreit

Schon seit Jahren liegt zudem die Gemeinde Nalbach im Rechtsstreit mit der RAG wegen des Anstiegs. Der Nalbacher Bürgermeister Peter Lehnert bezeichnete die Grubenwasserpläne der RAG zuletzt als Schlechterstellung eines ganzen Bundeslandes. Die Kosten des Nachbergbaus und des Grubenwasseranstiegs dürften nicht auf die Bevölkerung abgewälzt werden. 

Auch der Umweltverband Pro H2O Saar hat Widerspruch gegen den Grubenwasseranstieg eingelegt. Der Vorsitzende des Verbands, Illingens Bürgermeister Armin König, sagte, man wolle auch Klage einreichen.

Grubenwasser soll auf minus 320 Meter ansteigen

Das Bergbauunternehmen RAG will die Pumpen in Reden und Ensdorf abstellen und das Grubenwasser sukzessive auf minus 320 Meter ansteigen lassen. Das würde dem Konzern Kosten in Millionenhöhe sparen.

Die Gemeinden befürchten hingegen, dass durch den Anstieg neue Erschütterungen und Hebungen auftreten könnten und Schadstoffe ins Grund- und Trinkwasser freigesetzt werden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 24.09.2021 berichtet.

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