Bank 1 Saar (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Geldautomaten in Saarbrücken gesprengt

mit Informationen von Thomas Gerber   14.01.2019 | 17:41 Uhr

In der Saarbrücker Innenstadt sind in der Nacht auf Montag zwei Geldautomaten gesprengt worden. Wie die Polizei mitteilte, verlief eine sofort eingeleitete Fahndung nach den flüchtigen Tätern ergebnislos.

Gegen 3.25 Uhr am Morgen ging bei der Polizei die Alarmmeldung ein. Zur gleichen Zeit meldeten Anwohner Explosionsgeräusche und verständigten die Beamten. Zeugen hätten drei maskierte Personen gesehen, die nach der Tat mit Motorrollern durch die Fröschengasse in Richtung Saarufer flüchteten.

Täter benutzten Gasgemisch

Wie in solchen Fällen meist üblich, hatten die Täter ein Gasgemisch in die Geldautomaten eingeleitet und zur Explosion gebracht. Zwar waren die beiden Geldautomaten mit einem Sicherheitssystem ausgestattet, das das Gasgemisch vorzeitig zur Detonation bringt. Das System hatte aber offenbar nur teilweise funktioniert.

An einem der beiden Geldautomaten konnten die Täter die Geldkassette öffnen und nach Angaben der Polizei einen Teil des Bargelds entnehmen. Wie hoch die Beute ist, wollten weder Polizei noch Bank1 Saar mitteilen.

Zwei Geldautomaten am St. Johanner Markt gesprengt (14.01.2019)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 14.01.2019, Länge: 00:24 Min.]
Zwei Geldautomaten am St. Johanner Markt gesprengt (14.01.2019)

Nur geringer Schaden am Gebäude

Während die beiden Geldautomaten weitgehend zerstört wurden, ist an dem Gebäude selbst nur geringer Sachschaden entstanden. Wie die Bank mitteilte, waren Kundendaten, die üblicherweise an Geldautomaten verarbeitet werden, von dem Angriff nicht betroffen.

Erst Ende September hatten Unbekannte versucht, einen Geldautomaten im Mandelbachtal aufzusprengen. Ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht, ist völlig offen. 2013 und 2014 hatte es im Saarland eine Serie von vier ähnlichen Vorfällen gegeben. Damals waren Geldautomaten unter anderem in Perl und in Gerlfangen gesprengt worden. Der Täter konnte später gefasst werden. Er wurde zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 14.01.2019 berichtet.

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