Klaus Häusle, SPD (Foto: Iris Maurer/Pressefoto)

Häusle zahlt Geldauflage in "Autoaffäre"

Thomas Gerber   06.03.2020 | 16:34 Uhr

Die "Autoaffäre von Riegelsberg" kostet Bürgermeister Klaus Häusle 2500 Euro. Die Staatsanwaltschaft hat diese Summe als Geldauflage verhängt. Im Gegenzug hat sie das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Korruption gegen den SPD-Politiker eingestellt.

Mit einem werbefinanzierten Auto wollte Häusle Mitte vergangenen Jahres der Gemeinde Kosten sparen. Der Leiter des Bauhofs sollte nicht mehr seinen Privat-Pkw nutzen, sondern einen Dienstwagen, einen gesponserten Ford-Kastenwagen. Kosten in Höhe von 2500 Euro pro Jahr könnten so eingespart werden.

Häusle beauftragte die bundesweit agierende Firma Drive Marketing, die solche Werbefahrzeuge vermittelt. Das allerdings tat er ohne Zustimmung der Gremien. Der Gemeinderat stoppte den Vorgang.

Verdacht der Klimapflege

Nachdem darüber öffentlich berichtet worden war, schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein: Verdacht der Klimapflege. Denn unter den insgesamt 18 Werbepartnern, die den Ford finanziert hätten, waren auch Firmen, die den Bauhof beliefern. Ein Amtsträger wäre also Werbeträger für Unternehmen gewesen, die von ihm Aufträge bekommen.

Zwar hatte Häusle betont, dass ihm die Sponsoren gar nicht bekannt gewesen seien und nicht er sondern Drive Marketing die Verträge abgeschlossen hatte. Trotzdem hat er die 2500 Euro Geldauflage zwischenzeitlich bezahlt.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 06.03.2020.

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