Die gelbe Tonne für Kunststoffe und Verpackungen (Foto: pixabay/Serdar_A)

Fragen und Antworten zur Gelben Tonne im Saarland

Melina Miller und Daniel Dresen   11.01.2021 | 10:40 Uhr

Bis Ende März sollen die Gelben Tonnen die Gelben Säcke im Saarland ersetzen. Zuständig für die Aufstellung in 48 von 52 saarländischen Städten und Gemeinden sind die jeweiligen Entsorgungsunternehmen. Wir bieten einen Überblick zur Umstellung von Sack auf Tonne.

Voraussichtlich mehr als 220.000 Gelbe Tonnen sollen nach Angaben des Entsorgungsverbands Saar (EVS) die Gelben Säcke zur Entsorgung von Verpackungsmüll ablösen. Antworten auf die häufigsten Fragen geben die zuständigen Entsorgungsunternehmen und der EVS.

Wie sieht die Gelbe Tonne aus?

Nicht alle Gelben Tonnen sind auch rundum gelb: Die Abfallbehälter können gelb oder schwarz sein, der Deckel allerdings sind einheitlich gelb. Es gibt verschiedene Größen mit einem Fassungsvermögen von 120, 240 und 1100 Litern, wie sie auch für die Restabfallabfuhr verwendet werden.

Was gehört in die Gelbe Tonne bzw. in den Gelben Sack?

  • Kunststoff-Verpackungen (Tragetaschen, Joghurtbecher, Flaschen von Spül- und Körperpflegemitteln, Obst- und Gemüseschalen aus Schaumstoffen)
  • Verpackungen aus Metall (z. B. Konservendosen, Aluschalen, Alufolien, Verschlüsse)
  • Verpackungen aus Verbundstoffen (z. B. Milch- und Saftkartons)

Was gehört beispielsweise auf keinen Fall in die Gelbe Tonne bzw. in den Gelben Sack?

  • Deckenplatten aus Styropor, Dämm- und Baumaterialien
  • Schüsseln und Töpfe
  • Altmetalle
  • Gebrauchsgegenstände aus Plastik
  • Abdeckfolien und -planen
  • Spielzeug
  • Papier
  • Glas

Müssen die Tonnen bestellt werden?

Die Behälter werden laut EVS in der Regel ohne Bestellung aufgestellt. Abweichungen sind allerdings möglich: Wer zum Beispiel im Kreis St. Wendel keine Restmülltonne angemeldet hat, bekommt auch die Gelbe Tonne nicht automatisch. Dann müsste zuvor erst eine Restmülltonne bestellt werden, erklärt Moritz Schmalbach, Sprecher des zuständigen Jakob Becker-Entsorgungsunternehmens.

Ausnahmen gelten auch für den Regionalverband Saarbrücken – ohne das Stadtgebiet. Hier müssen die Tonnen in der Regel über ein Formular direkt bei dem zuständigen Entsorgungsunternehmen beantragt werden. Abweichungen wie diese müssen nach Angaben des EVS allerdings deutlich von den Entsorgern kommuniziert werden.

Wann stehen die Tonnen überall?

Da die Aufstellung der Gelben Tonnen nicht zentral erfolgt, zieht sich die Auslieferung über mehrere Monate. In einigen Städten und Gemeinden ist sie bereits abgeschlossen – beispielsweise in denen des Landkreises Merzig-Wadern. In anderen kann sie sich noch bis Ende März ziehen.

Wie viele Verpackungen passen rein?

Die gelbe Tonne kommt - nicht überall pünktlich
Audio [SR 1, (c) Frank Falkenauer, Lisa Krauser, 11.12.2020, Länge: 03:02 Min.]
Die gelbe Tonne kommt - nicht überall pünktlich

Bei einem 120 Liter-Behältnis entspricht das Fassungsvermögen etwa dem Inhalt von drei bis vier Gelben Säcken, bei dem doppelten Fassungsvermögen entsprechend dem Inhalt von sechs bis sieben Säcken. Dabei werden die Verpackungen lose in die Tonne geworfen, um die Sortierung im Nachgang zu erleichtern.

Werden Gelbe Säcke noch angenommen?

Die Gelben Säcke werden nach Angaben des EVS noch bis zum Ende der Aufstellung der Gelben Tonne abgeholt. Wo bereits eine Gelbe Tonne aufgestellt ist, werden aber grundsätzlich keine Gelben Säcke mehr mitgenommen. Ausnahmen gelten laut EVS bei temporären Mehrmengen, die nicht in die Gelben Tonnen passen. Dann können selbst beschaffte transparente Foliensäcke verwendet werden.

Welche Vorteile ergeben sich?

Die Gelbe Tonne soll eine nachhaltigere Alternative zu den Säcken bieten. "Damit ist gemeint, dass mehrere Hunderttausend Plastiksäcke pro Jahr eingespart werden", erklärt Schmalbach.

Zudem ist die Gelbe Tonne laut Entsorgungsunternehmen deutlich langlebiger als der Gelbe Sack. Durch die Einführung erhofft man sich deshalb auch sauberere Straßen, da die Gelben Säcke schnell reißen und bei starkem Wind häufig weggeweht werden.

Ein Nachteil der Tonne könnte dagegen sein, dass es zu mehr bewussten oder unbewussten Fehlwürfen komme. Deshalb seien die Entsorger angehalten, den Inhalt der Tonne zu überprüfen, so der EVS.

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