Hühner stehen auf dem Freigelände eines Geflügelhofs (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas)

Saarland mahnt Geflügelhalter zu Wachsamkeit

  23.09.2021 | 10:49 Uhr

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in Luxemburg hat das saarländische Umweltministerium die Geflügelhalter im Saarland aufgerufen, besonders vorsichtig zu sein. Sie sollten vor allem einen Kontakt mit Wildvögeln verhindern.

Geflügelhalter im Saarland, die ihre Tiere im Freien halten, sollten wegen des Ausbruchs der Geflügelpest in Luxemburg derzeit besonders vorsichtig sein. Umweltstaatssekretär Sebastian Thul (SPD) betonte, die Geflügelpest werde häufig über Wildvögel übertragen.

Möglichst kein Kontakt zu Wildvögeln

Deswegen sollten Nutzgeflügelhalter die vorgeschriebenen Maßnahmen strikt einhalten und einen Kontakt mit Wildvögeln verhindern. Wichtig sei vor allem, Futter und Einstreu entsprechend zu lagern und Geflügel nicht mit Oberflächenwasser zu tränken, zu dem auch Wildvögel Zugang haben.

Eine Übertragung der nachgewiesenen Virustypen auf den Menschen sei bisher nicht bekannt. Trotzdem sollten Menschen einen direkten Kontakt zu toten Wildvögeln vermeiden.

Bei Krankheitsanzeichen Tierarzt rufen

Wichtig sei auch, dass Geflügelhalter ihre Tiere genau beobachten. Den Tierarzt sollen sie rufen, wenn

  • mehrere Tiere gleichzeitig weniger Futter und Wasser zu sich nehmen oder

  • die Legeleistung deutlich zurückgeht oder

  • die Tiere deutlich an Gewicht verlieren oder

  • es zu plötzlichen Todesfällen kommt.

Die zuständige Veterinärbehörde beim Landesamt für Verbraucherschutz werde alle unklaren Krankheits- oder Todesfälle labordiagnostisch untersuchen.

Zudem seien alle Geflüchtelhalter verpflichtet, ein Bestandsregister über das gehaltene Geflügel zu führen.

Geflügelpest in Betzdorf ausgebrochen

In der luxemburgischen Gemeinde Betzdorf ist die Geflügelpest ausgebrochen. Nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums ist eine Hobbyhaltung mit 60 Tieren betroffen. Alle Tiere mussten getötet werden. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass das Virus über Seidenhühner aus Belgien eingeschleppt worden sei.

Um den Sperrbezirk hinaus wurde eine Überwachungszone eingerichtet. Sie reicht bis in den Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. In der Überwachungszone gilt unter anderem eine generelle Stallpflicht.

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