Symbolfoto: Ein fliegender Schwan. (Foto: picture alliance/dpa | Boris Roessler)

Geflügelpest bei Schwan im Saarland festgestellt

  03.01.2022 | 17:33 Uhr

In der Gemeinde Perl-Besch ist bei einem verletzten Wildvogel der hochansteckende Geflügelpesterreger H5N1 nachgewiesen worden. In den Gemeinden Perl und Mettlach muss Geflügel vorerst im Stall bleiben. Zuvor hatte es bereits Geflügelpestfälle an der luxemburgischen Grenze gegeben.

Nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums wurde der infizierte junge Schwan am 28. Dezember in der Nähe der Mosel mit einer Wirbelsäulenverletzung gefunden und in einem privaten Gehege aufgenommen.

Nachdem das Tier bei der vorsorglichen Untersuchung durch das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) positiv auf das Influenzavirus getestet wurde, hat das Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald den Verdacht auf Geflügelpest bestätigt.

Stallpflicht für Geflügel in Perl und Mettlach

Von den Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Geflügelpest sind aufgrund des Fundortes die Gemeinden Perl und Mettlach betroffen. "In den betroffenen Gemeinden gelten eine strikte Stallpflicht sowie ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel", sagte Staatssekretär Sebastian Thul vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Alle Tiere des von der Geflügelpest betroffenen Bestandes müssten vorsorglich getötet werden. Betroffen sei eine Kleinsthaltung mit zehn Tieren.

Gesundheitsministerium zur Geflügelpest im Saarland
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi, 04.01.2022, Länge: 05:21 Min.]
Gesundheitsministerium zur Geflügelpest im Saarland
Jetzt ist die Geflügelpest auch im Saarland angekommen. Die hoch ansteckende Variante der Vogelgrippe wurde bei einem Schwan in Perl-Besch nachgewiesen. Dazu im SR-Interview: Stefan Stuchlich vom saarländischen Gesundheitsministerium.

Tote oder kranke Tiere melden

Wildvögeln darf nach Ministeriumsangaben kein Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen gewährt werden. Hausgeflügel dürfe nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben.

Thul appelierte an die Geflügelhalter besonders wachsam zu sein und das LAV über unklare Krankheits- und Todesfälle bei Geflügel zu informieren. Außerdem rief er alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf tote oder kranke Wildvögel wie etwa Enten, Gänse oder Schwäne an das LAV unter der Mailadressse Tiergesundheit@lav.saarland.de zu melden.

Weitere Fälle in Luxemburg

An der luxemburgischen Grenze zum Saarland waren Ende November zwei Fälle von Geflügelpest entdeckt worden. Das saarländische LAV hatte daraufhin Anfang Dezember eine Stallpflicht für gewerbliche und Hobby-Geflügel-Haltungen in der Gemeinde Perl sowie im Ortsteil Faha der Gemeinde Mettlach verhängt. Die Geflügelstallpflicht trat am Freitag, 10. Dezember, für vorerst 50 Tage in Kraft.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.01.2022 berichtet.

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