Ein junges Reh steht neben einem Alleebaum an einem Straßenrand (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Patrick Pleul)

Gefahr von Wildunfällen steigt

  02.11.2020 | 11:04 Uhr

Nach der Umstellung auf die Winterzeit sollten Autofahrer jetzt wieder aufmerksamer in Bezug auf Wildwechsel sein. In der Morgen- und Abendämmerung können Wildschwein und Co. die Straßen kreuzen. Die Gefahr von Wildunfällen steigt.

In der Dämmerung ist das Wild besonders aktiv, erklärt Landesjägermeister Josef Schneider. Durch die Zeitumstellung fällt der Berufsverkehr jetzt in diese Zeit. Daher sollten sich die Autofahrer nun wieder darauf einstellen, dass Tiere auf den Straßen unterwegs sein können. Das betrifft vor allem die frühen Morgenstunden von 5.00 bis 8.00 Uhr und die Zeit abends nach 17.00 Uhr.

Überall dort, wo Schilder auf Wildwechsel hinweisen, auch entlang von Waldgebieten, Hecken oder abgeernteten Feldern gilt: Fuß vom Gas, Abstand vom Vordermann halten und den Fahrbahnrand beobachten. Häufig ist dort schon das Wild zu sehen, bevor es die Straße überqueren will, sagt Katharina Lucà vom ADAC.

Und: Wo ein Tier zu sehen ist, muss man auch damit rechnen, dass noch weitere Tiere dabei sind.

Lichthupe ist tabu

Um eine Kollision mit dem Tier zu vermeiden, rät die Polizei zu bremsen und zu hupen, um das Tier zu verscheuchen. Allerdings sollte man auf keinen Fall die Lichthupe betätigen, denn davon werden die Wildtiere nicht vertrieben, sondern nur geblendet. Sie bleiben dann stehen, können die Orientierung verlieren und laufen möglicherweise sogar noch auf das Auto zu.

Nicht ausweichen

Läuft ein Tier auf die Fahrbahn, rät der ADAC, auf keinen Fall auszuweichen, denn dann könnten die Folgen wesentlich schlimmer sein als beim Zusammenstoß mit einem Reh oder Wildschwein. Das Auto könnte im Graben landen, gegen einen Baum prallen oder in den Gegenverkehr geraten.

Stattdessen ist es besser, scharf zu bremsen und im Moment des Aufpralls das Lenkrad gut festzuhalten. Gerade in dieser Situation ist es dann wichtig, zwischen den Autos genügend Sicherheitsabstand zu haben, damit es nicht auch noch zu einem Auffahrunfall kommt.

Wenn es doch zur Kollision kommt

Doch manchmal kann man den Zusammenstoß mit dem Wild nicht vermeiden. Was dann zu beachten ist, haben die Kollegen von SR 1 zusammengetragen:

Ratgeber
Was tun bei einem Wildunfall?
Besonders in der Morgen- oder Abenddämmerung kann es jetzt passieren: Ein Wildtier läuft auf die Straße - und uns vors Auto. Wie lässt sich eine Kollision vermeiden? Was tun, wenn man doch mit dem Tier zusammenstößt?

Zum Beitrag "Was tun bei einem Wildunfall?"


Auch Thema auf SR 1 am 02.11.2021 in der Sendung 'Dein Morgen im Saarland'.

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