Eine Zecke (Holzbock) auf der Haut eines Menschen (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Ein FSME-Fall im Saarland

Simin Sadeghi   24.07.2018 | 17:01 Uhr

Im Saarland ist in diesem Jahr bisher ein Fall von FSME gemeldet worden. Das hat das Gesundheitsministerium auf SR-Anfrage mitgeteilt. Die Virusinfektion wird durch Zeckenstiche hervorgerufen.

Zecken im Saarland
Audio [SR 3, Simin Sadeghi, 24.07.2018, Länge: 03:41 Min.]
Zecken im Saarland

Der Saarpfalz-Kreis ist der einzige Landkreis im Saarland, der offiziell als FSME-Risikogebiet gilt, in Rheinland-Pfalz ist es der Kreis Birkenfeld. Das bedeutet: In einem Zeitraum von fünf Jahren wurde hier mindestens ein Fall gemeldet. Jedes Jahr im Mai veröffentlicht das Robert-Koch-Institut eine Liste von Gebieten, in denen die Viruserkrankung von Zecken auf den Menschen übertragen wurde. Der letzte im Saarland gemeldete FSME-Fall war laut Gesundheitsministerium im Jahr 2016. FSME kann die Hirnhaut und das zentrale Nervensystem des Menschen angreifen.

Knapp 100 Borreliose-Fälle

Häufiger wurden dieses Jahr Borreliose-Fälle gemeldet. Nach Angaben des Ministeriums gab es in der ersten Hälfte 2018 bereits knapp 100 Fälle. In den letzten Jahren waren es knapp unter 200 Fällen. Im Gegensatz zu FSME sei Borreliose allerdings nicht meldepflichtig. Gegen FSME kann man sich präventiv mit einer Impfung schützen, gegen Borreliose helfen Antibiotika. Das Gesundheitsministerium rät, sich bei einem Besuch im Wald mit langer Kleidung zu schützen und Zecken schnell zu entfernen.

Video [aktueller bericht, 24.07.2018, ab Min. 15:48]
Nachrichten

Über dieses Thema wurde auch in der SR3-Rundschau vom 24.07.2018 berichtet.

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