Eine Hebamme zeigt einer jungen Mutter wie sie Ihr Baby massiert. (Foto: IMAGO / Westend61)

490.000 Euro für Projekt "Frühe Hilfen"

  19.04.2021 | 18:31 Uhr

Die saarländischen Landkreise erhalten in diesem Jahr rund 490.000 Euro aus dem Fond der Bundesstiftung Frühe Hilfen. Die "Frühen Hilfen" sind ein Unterstützungsnetzwerk für junge Familien aus schwierigen Verhältnissen, das diese ab der Schwangerschaft und im frühen Kindesalter begleitend unterstützt.

Seit über 13 Jahren gehören die Angebote der Frühen Hilfen zur Familienpolitik im Saarland. In dieser Zeit seien insgesamt rund 50.000 Hausbesuche durchgeführt worden und mehr als 4000 Familien hätten Hilfe erhalten, teilte das Familienministerium mit.

Mit den rund 490.000 Euro, die die Landkreise in diesem Jahr erhalten, sollen die Angebote weiter ausgebaut werden. Viele Familien mit Kleinkindern bräuchten in prekären Situationen direkte Unterstützung, betonte Ministerin Monika Bachmann (CDU).

Der Schwerpunkt der frühen Hilfe liege auf der langfristigen Betreuung durch Fachpersonal wie Familienhebammen oder Kinderkrankenpflegern.

Rund 4000 Hausbesuche pro Jahr

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 729 im Rahmen des Projekts betreut - das sind 33 Fälle mehr als im Vorjahr. 2014 waren es noch rund 650. Im Rahmen der LAB-FH, einer längerfristigen Betreuung, werden pro Jahr im Saarland etwa 4000 Hausbesuche durchgeführt, wobei die Zahl seit 2014 leicht gesunken ist.

Die meisten Fallanfragen und Meldungen gehen aus den Kliniken sowie dem Bereich der Geburts- und Kinderkliniken ein. Die stetig steigende Zahl an Anfragen zeige, dass das Angebot in der saarländischen Fachpraxis sowie in der Gesellschaft immer bekannter und immer frühzeitiger an die Familien herangetragen werde, heißt es in dem Jahresbericht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.04.2021 berichtet.

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