Mit Kleinigkeiten anderen eine Freude machen. (Foto: Pixabay/blickpixel)

Mit Gutscheinen ein "Freudeschenker" werden

Leonie Rottmann   09.12.2018 | 14:53 Uhr

Ein Besuch im Kino, ein Tag im Schwimmbad oder ein Ausflug in den Zoo: Was für die meisten selbstverständlich klingt, können sich viele Familien nicht leisten. Mit der Aktion "Freudeschenker“ der Saarländischen Armutskonferenz, des THW Neunkirchen und des Fotografen Pasquale D’Angiolillo sollen bedürftigen Familien solche Aktivitäten ermöglicht werden.

Die Veranstalter haben eine Liste mit Sorgen und Nöten der saarländischen Familien zusammengestellt. Jeder Spender kann selbst entscheiden, in welcher Höhe und zu welchem Zweck sein Gutschein eingesetzt werden soll. Es geht zum Beispiel um Gutscheine fürs Kino oder den Zoo, um Medikamentenzuzahlungen, Teilnahme an Klassenfahrten oder die Übernahme von Mittagessen an Ganztagsschulen oder Kindertagesstätten.

Alle Spenden kommen an

Pasquale D’Angiolillo verspricht, dass die Spenden vollständig zu den Menschen im Saarland gehen werden. Es gebe bereits viele Spender, die zum Beispiel Gutscheine über einen Restaurantbesuch für die ganze Familie gespendet hätten. Ziel der Aktion sei es, den Menschen eine Freude im oftmals tristen Alltag zu machen.

"Mit jeder einzelnen Spende können wir einem Menschen oder einer Familie eine Freude bereiten“, erzählt Pasquale D’Angiolillo. Besonders gefragt seien aber auch unter anderem Zuzahlungen für Mittagessen in der Freiwilligen Ganztagsschule oder Kindertagesstätten: "Einige Familien können sich das nicht leisten und schicken ihre Kinder deswegen erst gar nicht dahin.“

Die Gutscheine können persönlich an verschiedenen Terminen bei den Veranstaltern abgegeben werden. Alternativ ist es möglich, Geldspenden auf ein für die Aktion eingerichtetes Spendenkonto zu überweisen. Hier sollte aus dem Verwendungszweck hervorgehen, für welchen Bereich das Geld gedacht ist.

Großer Erfolg im vergangenen Jahr

Eine ähnliche Aktion gab es im vergangenen Jahr von den gleichen Veranstaltern. Damals ging es um einen umgekehrten Adventskalender für bedürftige Familien im Saarland. Die Spender hatten Kisten mit 24 Teilen gepackt, um sie zu Weihnachten an Menschen zu verschenken, die zu Weihnachten vielleicht nichts bekommen hätten. Laut Pasquale D’Angiolillo seien mit der Aktion insgesamt 110 Pakete zusammengekommen.

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