Eine Frau sitzt in dem Zimmer, das sie mit ihren Kindern in einem Frauenhaus des Caritasverbandes bewohnt, am Tisch. (Foto: picture alliance / dpa | Stephanie Pilick)

Saarländische Frauenhäuser derzeit nicht überlastet

Hajo Müller / Onlinefassung: Anne Staut   13.02.2021 | 09:14 Uhr

Die Frauenhäuser im Saarland sind wegen der Corona-Pandemie bislang nicht überlastet. In den vier Einrichtungen ist derzeit ein Drittel der Plätze frei. Die Arbeiterwohlfahrt, die drei der Frauenhäuser betreibt, geht jedoch von einem hohen Anteil verdeckter Gewalt aus.

In den Jahren 2018 und 2019 waren die Frauenhäuser im Saarland laut Frauenministerium mit 84 beziehungsweise rund 90 Prozent fast vollständig ausgelastet.

Die aktuellen Zahlen legen allerdings nicht den Schluss nahe, dass es im Corona-Lockdown weniger Gewalt gegen Frauen gibt. Jürgen Nieser von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Saarland geht von einem hohen Anteil von verdeckter Gewalt aus, eine Beobachtung, die auch die Jugendhilfeeinrichtungen teilten.

Einrichtungen in anderen Bundesländern überlastet

In anderen Bundesländern wie Hessen und Nordrhein-Westfalen sind im zweiten Lockdown offenbar viele Frauenhäuser überlastet, so eine Untersuchung des Recherchezentrums Correctiv.

Im Saarland können Betroffene in Notsituationen Schutz in drei Frauenhäusern der AWO in Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen suchen. Eine weitere Einrichtung wird vom Sozialdienst Katholischer Frauen betrieben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.02.2021 berichtet.

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