Symbolbild: Polizei (Foto: SR / Felix Schneider)

Lkw mit Flüchtlingen bei Kaiserslautern gestoppt

  09.04.2021 | 16:27 Uhr

Auf der A6 bei Kaiserslautern hat die Autobahnpolizei am Donnerstagnachmittag einen Lkw gestoppt, in dessen Laderaum sich sieben minderjährige Flüchtlinge aufhielten. Ein hinter dem Lkw fahrender Autofahrer hatte die Menschen entdeckt und die Beamten informiert.

Gegen 15.30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass auf der A6 ein Lkw mit sieben Personen im Laderaum unterwegs sei. Der Zeuge berichtete, dass Menschen immer wieder ihre Arme aus der Plane des Sattelaufliegers strecken und durch Winken auf sich aufmerksam machen.

Kontrolle bei der Polizei

Beamte der Autobahnpolizei geleiteten den Lkw an der Anschlussstelle Kaiserslautern-West von der Autobahn ab auf das Polizeigelände, wo er kontrolliert wurde. Im Laderaum entdeckten die Beamten sieben unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter zwischen 15 und 20 Jahren. Sie gaben an, aus Afghanistan zu stammen und beantragten Asyl.

Die Identität der Flüchtlinge steht nach Polizeiangaben derzeit noch nicht zweifelsfrei fest. Sie wurden in die Obhut des Jugendamtes übergeben und in einer Einrichtung des Landkreises Kaiserslautern untergebracht.

Fahrer festgenommen

Der 39-jährige Fahrer des Lkw wurde festgenommen. Das Amtsgericht Kaiserslautern hat gegen den Mann Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Ihm wird das Einschleusen von Ausländern vorgeworfen. Der Fahrer selbst erklärte nach Angaben der Staatsanwaltschaft, nichts von den Personen im Laderaum gewusst zu haben. Die Ermittlungen laufen.

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