Josef Schun, Leiter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken (Foto: imago/Becker&Bredel)

Gericht lehnt Verfahren gegen Feuerwehrchef ab

Thomas Braun   23.10.2018 | 15:38 Uhr

Der frühere Chef der Saarbrücker Berufsfeuerwehr, Joseph Schun, muss sich vorerst nicht vor Gericht verantworten. Das Saarbrücker Amtsgericht hat die Eröffnung eines Hauptverfahrens abgelehnt.

Wie das Gericht mitteilte, bestehe gegen Schun kein hinreichender Tatverdacht - weder im Hinblick auf die ihm vorgeworfene Täuschung, als auch bezüglich eines vorsätzlichen Handelns.

Schuns Verteidiger begrüßt die Entscheidung und sieht sich in seiner Auffassung bestätigt, dass Schun die Oberbürgermeisterin zu keinem Zeitpunkt getäuscht habe. Der Verteidiger vertraut nun darauf, dass auch die Staatsanwaltschaft zu diesem Schluss kommt. Die kann gegen den Ablehnungsbeschluss des Gerichtes noch Beschwerde einlegen.

Die Staatsanwaltschaft hatte Schun vorgeworfen, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein ausgesondertes Feuerwehrfahrzeug an den Aero-Club Pirmasens verschenkt zu haben, wo er selbst Mitglied war. Zwischenzeitlich hatte Schun laut Verwaltungsgericht ein Gutachten vorgelegt, wonach das ausgemusterte Fahrzeug weit weniger wert gewesen war, als von der Staatsanwaltschaft angenommen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 23.10.2018 berichtet.

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