Feuerwehrauto (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Versuchte Brandstiftung am Landgericht Trier

  02.05.2022 | 16:06 Uhr

Durch einen Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung sind am Landgericht Trier am Montagmorgen 20 Menschen leicht verletzt worden. Die Polizei geht von versuchter Brandstiftung aus.

Das Trierer Landgericht musste am Montagmorgen wegen eines Feuers und starker Rauchentwicklung evakuiert werden. Im Keller des Gebäudes war ein Schwelbrand ausgebrochen. Die erste Meldung ging gegen 7.15 Uhr bei der Polizei ein.

20 Menschen wurden nach Polizeiangaben wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Auf dem Nikolaus-Koch-Platz und in einem angrenzenden Hotel wurden insgesamt 150 Personen aus dem Gebäude betreut, 43 von ihnen ärztlich untersucht.

Polizei vermutet Brandstiftung

Gegen 10.00 Uhr konnten Brandermittler das Gebäude nach der Durchlüftung betreten. Neben dem Ausbruchsort des Feuers stellten sie in einem zweiten Raum eine weitere erloschene Brandstelle fest.

Daher geht die Polizei nach jetzigem Stand von versuchter Brandstiftung aus. Unbekannte hatten offenbar mehrere brennende Gegenstände durch zwei gekippte Fenster in die Kellerräume geworfen und sich danach entfernt.

Brandnester erloschen von selbst

Diese nicht näher benannten Gegenstände entzündeten einen stoffbespannten Stuhl und Kartonagen. Beide Brandnester erloschen von selbst, verursachten jedoch starken Rauch.

Die Straßensperrung konnte am Nachmittag aufgehoben werden. Das Gerichtsgebäude blieb jedoch am Montag geschlossen.

Über dieses Thema berichtet auch die SR 3-Rundschau am 02.05.2022.

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