Symbolbild: Polizei (Foto: SR / Felix Schneider)

33-Jähriger nach Brandanschlägen festgenommen

mit Informationen von Thomas Gerber   12.10.2021 | 17:14 Uhr

Nach einer Serie von Brandanschlägen auf Funkmasten und Versorgungseinrichtungen im Raum Saarlouis hat die Polizei am Montag einen Verdächtigen festgenommen. Auf die Spur kamen die Ermittler dem 33-Jährigen nach Hinweisen aus der Bevölkerung.

Zwischen dem 29. Mai und dem 11. Juni 2021 soll ein Mann nach bisherigem Erkenntnisstand einen Funkmast, Umspannwerke, ein Transformatorgebäude und wohl auch Solarpanelen in Brand gesetzt beziehungsweise beschädigt haben. Tatorte waren unter anderem Hülzweiler, Schwarzenholz und Ensdorf im Kreis Saarlouis.

Anschläge auf „kritische Infrastruktur“

Mindestens acht Anschläge waren damals bekannt geworden. Wie viele davon konkret dem Verdächtigen nun zur Last gelegt werden, ist unklar.

Nach 14 Tagen war der nächtliche Spuk Mitte Juni dann plötzlich vorbei. Der Staatsschutz des Landespolizeipräsidiums war zwischenzeitlich federführend, galten die Anschläge doch Einrichtungen der „kritischen Infrastruktur“.

Motiv noch unklar

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung Anfang Juli gingen laut Polizei Hinweise ein, die zur Identifizierung und am Montag schließlich zur Festnahme des Tatverdächtigen durch die Abteilung Staatsschutz des Landespolizeipräsidiums führten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt und Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht.

Der 33-Jährige aus Saarlouis wurde in die JVA Saarbrücken gebracht. Für die Polizei ist er kein Unbekannter, war allerdings bisher eher wegen kleinerer Delikte wie Sachbeschädigung aufgefallen. Das Motiv für die vermeintlichen Taten ist noch unklar. Die Ermittlungen dazu dauern an.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.10.2021 berichtet.

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