Symbolbild: Polizei (Foto: SR / Felix Schneider)

Verdächtiger in Missbrauchsfall Münster im Saarland festgenommen

  06.08.2020 | 16:26 Uhr

Im Missbrauchsfall von Münster hat die Polizei im Saarland am Mittwoch einen weiteren Verdächtigen festgenommen. Insgesamt gibt es in dem Ermittlungskomplex zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern nun 22 Tatverdächtige, von denen elf in Haft sind.

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem in Saarbrücken festgenommenen Tatverdächtigen um einen 62-jährigen Franzosen. Die französische Polizei durchsuchte im Anschluss an die Festnahme das Haus des Verdächtigen in Frankreich. Die Beamten stellten Datenmaterial sicher, außerdem eine geladene Schusswaffe und eine Drogenplantage.

Dem 62-Jährigen wird vorgeworfen, im Dezember 2018 nordöstlich von Köln ein Kind sexuell missbraucht zu haben. Das Opfer soll ihm durch den Hauptbeschuldigten im Missbrauchsfall von Münster vermittelt worden sein.

Größerer Ermittlungskomplex gegen mehrere Verdächtige

Der Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster war Anfang Juni bekannt geworden. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen Kinderpornografiebesitzes zweifach vorbestraft. Insgesamt gibt es in dem Komplex 22 Verdächtige. Der Hauptverdächtige soll sich am zehnjährigen Sohn seiner Lebensgefährtin vergangen und den Jungen an andere Männer vermittelt haben.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 06.08.2020.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja